“Solar Impulse 2” soll bald letzte Etappe in Angriff nehmen

Auf dem Weg nach Kairo überflog die "Solar Impulse 2" die Pyramiden. (Archivbild)
Auf dem Weg nach Kairo überflog die "Solar Impulse 2" die Pyramiden. (Archivbild) © KEYSTONE/AP Solar Impulse/JEAN REVILLARD / REZO
Das Solarflugzeug “Solar Impulse 2” dürfte in der Nacht vom Dienstag auf den Mittwoch die letzte Etappe der Weltumrundung in Angriff nehmen. Startort ist Kairo, das Ziel lautet Abu Dhabi. Dort war die “Solar Impulse 2” vor mehr als einem Jahr gestartet.

Ursprünglich wollte der Abenteurer Bertrand Piccard mit seinem Flieger bereits letzten Samstag abheben. Der Start wurde jedoch verschoben, weil die Wetterbedingungen schlecht waren und Piccard an einer Magenverstimmung litt. Nun sei er auf dem Weg zur Besserung, sagte Sprecherin Alexandra Gindroz am Montag der Nachrichtenagentur sda.

Piccard steht ein körperlich anstrengender Flug bevor. Das Team bezeichnete den letzten Flug von Kairo nach Abu Dhabi, der Hauptstadt der Vereinigten Arabischen Emirate, als schwierigsten der insgesamt 17 Etappen.

Der Flug soll zwischen 48 und 72 Stunden dauern – und in der Kabine dürfte es laut Gindroz 25 Grad warm sein. Um Turbulenzen auszuweichen, wird die “Solar Impulse 2” nach Verlassen des ägyptischen Luftraums die Wüste in grosser Höhe – etwa 9000 Metern – überfliegen.

Der Solarflieger war im März vergangenen Jahres in Abu Dhabi zur Weltumrundung aufgebrochen und ist in insgesamt 17 Etappen unterwegs. Wegen eines Defekts musste das Team zwischenzeitlich neun Monate lang auf Hawaii bleiben. Historisches erreichte die “Solar Impulse 2” im Juni: Als erstes sonnenbetriebenes Flugzeug überquerte sie den Atlantischen Ozean.

Die beiden Schweizer Abenteurer und Wissenschaftler André Borschberg und Piccard wechselten sich bei den Etappen ab. Sie wollen mit der Erdumrundung für die Nutzung erneuerbarer Energien werben. Der aus Karbonfasern gebaute Flieger mit einer Spannweite von 72 Metern kommt völlig ohne Treibstoff aus und verfügt stattdessen über mehr als 17’000 Solarzellen.

Im Internet können Neugierige den Flug dank Kameras in der Kabine und auf der Maschine live mitverfolgen.

(SDA)


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