Neues Durchgangszentrum für Ausserrhoden

Der "Sonneblick" in Walzenhausen wird zum Durchgangszentrum umfunktioniert.
Der "Sonneblick" in Walzenhausen wird zum Durchgangszentrum umfunktioniert. © pd
Der Kanton Appenzell Ausserrhoden plant ein neues Durchgangszentrum für Asylsuchende. Die Stiftung “Sonneblick Walzenhausen” stellt ihre Gebäude zur Verfügung. Schon in der jüngeren Vergangenheit hat der “Sonneblick” Flüchtlinge beherbergt.

Das Staatssekretariat für Migration (SEM) rechnet für das Jahr 2016 mit 40’000 neuen Asylgesuchen. Dementsprechend würden dem Kanton Appenzell Ausserrhoden 320 Personen zugewiesen. Darum werden kurz bis mittelfristig neue Plätze im Kanton benötigt. Das bisherige Durchgangszentrum “Landegg” ist zu klein.

Gesucht und gefunden

Auf der Suche nach einem neuen bzw. zusätzlichen Durchgangszentrum ist der Kanton bereits fündig geworden. Die Stiftung “Sonneblick”, welche zurzeit Gasthäuser mit sozialer Zielsetzung betreut, hat dem Ersuchen des Ausserrhoder Regierungsrats entsprochen, eine Vereinbarung für ein mehrjähriges Mietverhältnis für die Einrichtung eines kantonalen Durchgangszentrum für Asylsuchende in ihrer Liegenschaft abzuschliessen.

Die Stiftung hat schon während des Zweiten Weltkriegs und des Ungarnaufstandes 1956 Flüchtlinge aufgenommen. “Die Geschichte des Hauses, der Stiftungszweck sowie die Bedürfnisse des Kantons nach einem passenden Objekt stimmen in idealer Weise überein”, schreibt der Kanton über die neue Herberge.

Klar kommunizieren

Die Ängste und Sorgen der Bevölkerung von Walzenhausen im Zusammenhang mit dem neuen Durchgangszentrum nehmen die Verantwortlichen ernst. Der Ausserrhoder Landammann Matthias Weishaupt sagt: “Man muss Ängste und Sorgen grundsätzlich ernst nehmen. Diesen wollen wir entgegentreten, indem wir gut und klar informieren und ein gutes Betriebs- und Betreuungskonzept ausarbeiten. Damit habe man bereits in anderen Gemeinden gute Erfahrungen gemacht.”

Die Infrastruktur im “Sonneblick” ist gemäss den Verantwortlichen ideal für ein Asyl-Durchgangszentrum. Der “Sonnenblick” umfasst zwei Gebäude. Es gibt Platz für 120 Asylsuchende. Die Kosten für den Betrieb werden möglichst durch die Pauschale des Bundes abgegolten. Geplant ist, das Zentrum Ende Jahr zu eröffnen.

(red/pd)


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