Sorgen um schwerkranken thailändischen König nehmen zu

Nur selten wird König Bhumibol in der Öffentlichkeit gesehen. Seine Gesundheit ist schwer angeschlagen, so dass er sich meist in Spitälern aufhält (Archiv).
Nur selten wird König Bhumibol in der Öffentlichkeit gesehen. Seine Gesundheit ist schwer angeschlagen, so dass er sich meist in Spitälern aufhält (Archiv). © KEYSTONE/AP/SAKCHAI LALIT
Die Sorge um den schwerkranken thailändischen König Bhumibol Adulyadej wächst. In den vergangenen Wochen sei der 88-jährige Monarch wegen Herzproblemen, Bluthochdrucks und Atemschwierigkeiten behandelt worden, teilte der Palast am Dienstag mit.

Derzeit stehe Bhumibol, der von seinen Landsleuten fast wie eine Gottheit verehrt wird, unter ärztlicher Beobachtung, weil er hohes Fieber entwickelt habe.

Der dienstälteste Monarch der Welt gilt als Garant von Thailands Einheit. Die vergangenen zwei Jahre verbrachte der gesundheitlich angeschlagene König überwiegend im Spital, öffentliche Auftritte oder Reden waren selten.

Bhumibol habe am Sonntag hohes Fieber entwickelt, nachdem seine Ärzte in der vergangenen Woche eine Herzinsuffizienz und Bluthochdruck in seiner Lunge festgestellt hätten, hiess es in der Erklärung weiter. Der König sei daraufhin intravenös mit einem Antibiotikum behandelt worden und werde mit Sauerstoff versorgt.

Thailand hat eines der schärfsten Gesetze gegen Majestätsbeleidigung. Seit einem Putsch im Mai 2014, der auf monatelange Proteste der königstreuen Opposition folgte, regiert in Thailand das Militär.

Seither schoss nach Angaben örtlicher Menschenrechtsgruppen die Zahl der Anklagen und Urteile wegen Majestätsbeleidigung in die Höhe. Kritiker werfen der Militärregierung vor, das Gesetz zur Ausschaltung politischer Gegner zu missbrauchen.

(SDA)


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