SP gewinnt im Ständerat einen Sitz dazu

Die Ständeräte Paul Rechsteiner (l./SG) und Hans Stöckli (r./BE) sind schon lange politische Weggefährten. Hier ein Bild aus dem Nationalrat aus dem Jahr 2007. Sie und auch Roberto Zanetti (SO) wurden am Sonntag wieder in den Ständerat gewählt. (Archiv)
Die Ständeräte Paul Rechsteiner (l./SG) und Hans Stöckli (r./BE) sind schon lange politische Weggefährten. Hier ein Bild aus dem Nationalrat aus dem Jahr 2007. Sie und auch Roberto Zanetti (SO) wurden am Sonntag wieder in den Ständerat gewählt. (Archiv) © /KEYSTONE/MONIKA FLUECKIGER
Bei den zweiten Wahlgängen in sechs Kantonen sind alle bisherigen Ständeräte wieder gewählt worden. Mit der Bestätigung von Hans Stöckli in Bern, Roberto Zanetti in Solothurn und Paul Rechsteiner in St. Gallen ist klar, dass die SP einen Sitzgewinn verbucht.

Sie schickt definitiv zwölf Ständerätinnen und Ständeräte nach Bern. In einer Mitteilung spricht die SP von einem “historischen Sieg”: Mit zwölf Sitzen in der kleinen Kammer war die Delegation der Partei seit deren Einführung noch nie so gross. Gemäss SP haben die Wählenden in den zweiten Wahlgängen “eine Korrektur des Rechtsrutsches” vom 18. Oktober beschlossen.

Die grösste Vertretung stellt aber nach wie vor die CVP mit 13 Mandaten. Sie konnte im Kanton Obwalden mit Erich Ettlin nach acht Jahren den an die FDP verlorenen Sitz zurückerobern. Der Quereinsteiger und Steuerexperte setzte sich gegen André Windlin durch, der den FDP-Sitz hätte verteidigen sollen.

Im Kanton Luzern wurde der bisherige CVP-Ständerat Konrad Graber wiedergewählt und im Tessin verteidigte die CVP ihren Sitz mit dem bisherigen Filippo Lombardi. Seine Wiederwahl war kaum gefährdet. Anders erging es am Sonntag zeitweise seinem Ständeratskollegen Fabio Abate (FDP), dem der Lega-Politiker Battista Ghiaggia dicht auf den Fersen folgte. Schliesslich konnte der Bisherige seinen Sitz verteidigen.

Mit der Wahl von Damian Müller im Kanton Luzern zählt die FDP derzeit elf Ständerätinnen und Ständeräte. Gleich viele wie vor vier Jahren. Mit den kommenden Wahlgängen im Kanton Aargau und im Kanton Zürich vom kommenden Sonntag, könnte der eine oder andere Sitz noch hinzukommen.

Mit Ruedi Noser in Zürich und Parteipräsident Philippe Müller im Kanton Aargau stehen gleich zwei Schwergewichte zur Wahl. Allerdings ist die Konkurrenz gross: Im Aargau erzielte Hansjörg Knecht (SVP) im ersten Wahlgang mehr Stimmen als der FDP-Parteipräsident. Und in Zürich stehen Noser mit SVP-Mann Hans-Ueli Vogt und dem Grünen Bastien Girod auch zwei scharfe Gegner gegenüber.

Im Kanton Bern stand das Resultat des zweiten Ständeratswahlganges im Voraus fest: Werner Luginbühl verteidigte den einzigen BDP-Sitz in der kleinen Kammer und auch Hans Stöckli wurde deutlich wieder gewählt. Der parteilose Bruno Manser, der den zweiten Wahlgang provoziert hatte, landete erwartungsgemäss sehr weit abgeschlagen am Schluss der Liste.

Der SVP gelang kein Exploit: In Solothurn scheiterte Nationalrat Walter Wobmann mit über 21’000 Stimmen Rückstand am bisherigen Roberto Zanetti. In Luzern landete Yvette Estermann weit abgeschlagen hinter den Gewählten.

Und in St. Gallen biss sich Thomas Müller an SP-Urgestein Paul Rechsteiner die Zähne aus. Er machte rund 20’000 Stimmen weniger. Damit scheiterte die SVP auch beim fünften Versuch in Folge, in St. Gallen einen Sitz im Ständerat zu gewinnen. Insgesamt hat die SVP bislang fünf Vertreter im Ständerat.

(SDA)


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