Spam-Rechnungen im Umlauf

Bei Anhängen unbekannter Absender muss man vorsichtig sein.
Bei Anhängen unbekannter Absender muss man vorsichtig sein. © KEYSTONE/Gaetan Bally (Symbolbild)
Wer in letzter Zeit eine E-Mail mit einer Rechnung meist über 2000 Franken erhalten hat, muss diese unbedingt ignorieren. Es handelt sich dabei um eine Spam-Email. Mit dem Öffnen wird ein Trojaner installiert, der im schlimmsten Fall auf alle Daten zugreifen kann.

Im Namen verschiedener Schweizer Firmen wie “La Roche AG”, “Novartis” oder “BASF” wurden in den vergangenen Tagen E-Mails verschickt, mit der Aufforderung eine Rechnung, meist über mehrere tausend Franken, zu begleichen. Die Rechnung war oft als Word Dokument angehängt.

Hacker stecken dahinter

Eine Analyse der E-Mail zeigt: Dabei muss es sich um eine Spam-E-Mail handeln. Nur schon der Absender, welcher beispielsweise “marshmallord” heisst, weist darauf hin, dass Hacker am Werk waren.

“Bei E-Mails von unbekannten Absendern muss man vorsichtig sein”, betont FM1-IT-Experte Sven Büchel. Nur schon mit dem Anklicken des Anhanges könne im Hintergrund ein Trojaner installiert werden. “Das gefährliche an dieser Malware ist, dass es unauffällig passiert.” Der Computernutzer selbst bekommt von der Installation nichts mit über. Erst mit der Zeit könne der Hacker die Malware aktivieren und so auf jegliche Daten zugreifen.

Zugriff auf Webcam und Bankdaten nicht ausgeschlossen

“Er bekommt beispielsweise Zugriff auf die Webcam, kann ganze Browserverläufe verfolgen, die Maus steuern und sieht welche Daten in den Computer eingegeben werden.” Sogar Kreditkarteninformationen können so leicht zugänglich gemacht werden.

Davor schützen, kann man sich kaum: “Es braucht einen gesunden Menschenverstand”, erklärt Sven Büchel. Aber er gibt zu, die Hacker sind clever: “Zum Teil werden ganze Logos und Namen von Firmen übernommen.” Grundsätzlich verrate aber die E-Mail-Adresse, ob Hacker dahinter stecken. Sowieso gelte: Rechnungen werden nie per E-Mail verschickt, ausser das wird ausdrücklich so abgemacht.

Beispiele solcher Hacker-Mails:

(abl)


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