Spektakuläre Klotener Wende

Luca Homberger (links) und Matthias Bieber (rechts) trugen sich in die Torschützenliste beim Klotener Sieg gegen Lugano ein
Luca Homberger (links) und Matthias Bieber (rechts) trugen sich in die Torschützenliste beim Klotener Sieg gegen Lugano ein © KEYSTONE/PATRICK B. KRAEMER
Nach zuletzt vier Heimniederlagen verschafft sich Kloten dank einem furiosen Mitteldrittel und dem daraus resultierenden 8:3-Heimsieg gegen das kriselnde Lugano etwas Luft.Luganos Trainer Doug Shedden gehen nach der neuerlichen Pleite allmählich die Argumente aus.

Dabei sah es für den Kanadier und seine Bianconeri zuerst ganz gut aus. Obwohl Kloten die Partie mehrheitlich dominierte, lagen die Gäste nach dem Startdrittel 3:0 vorne. Defensive Nachlässigkeiten und ein nicht sattelfester Luca Boltshauser im Klotener Tor ermöglichten den frühen Effort Luganos. Boltshauser wurde danach durch Ersatzmann Melvin Nyffeler ersetzt. «Uns war klar, das wir so nicht weitermachen konnten», meinte Denis Hollenstein.

Das Team um den Klotener Captain zeigte sich nach dem schlechten Start keinesfalls entmutigt. Trainer Pekka Tirkkonen wirbelte seine Sturmlinien in der Drittelspause komplett durcheinander und seine Mannschaft setzte die Vorgaben vollends um. Bereits 28 Sekunden nach Wiederbeginn traf Santala zum 1:3. Im gleichen Stil ging es weiter. Bis zur 36. Minuten führten die Zürcher Unterländer nach Toren von Back, Obrist, Praplan und Homberger plötzlich mit 5:3.

Während sich Kloten auch im Schlussdrittel in einen regelrechten Rausch spielte, fiel Lugano komplett auseinander. Wie schon so oft in dieser Saison konnte das mit viel Talent gesegnete Team von Doug Shedden sein grosses Potenzial nicht abrufen. Defensiv agiert der Playoff-Finalist der vergangenen Saison auch wegen des Ausfalls von fünf Stammverteidigern weiter zu nachlässig. Die Tessiner haben bereits 94 Gegentore kassiert und weisen damit die schlechteste Bilanz aller NLA-Teams aus.

Nach der sechsten Niederlage aus den letzten sieben Spielen darbt Lugano weiter in der unteren Tabellenregion, derweil Klotens Vorsprung auf den Playoff-Strich bereits sieben Punkte beträgt. Dies, obwohl es gegen Lugano ohne den kranken Bobby Sanguinetti und deshalb nur mit drei Ausländern antrat.

Kloten – Lugano 8:3 (0:3, 5:0, 3:0)

4569 Zuschauer. – SR Dipietro/Vinnerborg, Gnemmi/Wüst. – Tore: 7. Bertaggia (Bürgler) 0:1. 8. Zackrisson (Fazzini, Klasen) 0:2. 17. Fazzini (Klasen, Zackrisson) 0:3. 21. (20:28) Santala (Obrist, Shore) 1:3. 28. Back (Santala) 2:3. 29. Praplan (Schlagenhauf) 3:3. 31. Obrist (Weber) 4:3. 36. Homberger (Praplan) 5:3. 44. Bieber (Schlagenhauf) 6:3. 47. Hollenstein (Praplan/Ausschluss Zackrisson) 7:3. 52. Hollenstein 8:3. – Strafen: 1mal 2 Minuten gegen Kloten, 4mal 2 Minuten gegen Lugano. – PostFinance-Topskorer: Hollenstein; Klasen.

Kloten: Boltshauser (ab 17. Nyffeler); Egli, Frick; Stoop, Weber; Back, Harlacher; Praplan, Santala, Hollenstein; Bieber, Shore, Sheppard; Lemm, Schlagenhauf, Kellenberger; Obrist, Homberger, Leone; Lehmann.

Lugano: Merzlikins; Chiesa, Sannitz; Hirschi, Riva; Ronchetti, Sondell; Sartori; Fazzini, Zackrisson, Klasen; Bürgler, Hofmann, Bertaggia; Walker, Gardner, Lapierre; Romanenghi, Morini, Reuille.

Bemerkungen: Kloten ohne Grassi, Ramholt und Von Gunten (alle verletzt), Gerber (leicht angeschlagen), Bircher (gesperrt), Lugano ohne Vauclair, Furrer, Fontana, Ulmer, Wilson, Kparghai und Brunner (alle verletzt), Manzato (krank), sowie Martensson (überzähliger Ausländer). – Erstes NLA-Tor von Klotens Homberger. – NLA-Debüt von Klotens Marco Lehmann (17).

(SDA)


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