YB kann Meisterschaft neu lancieren

Basels Taulant Xhaka kämpft Ende September beim Spiel in Bern mit dem YB-Spieler Miralem Sulejmani um den Ball.
Basels Taulant Xhaka kämpft Ende September beim Spiel in Bern mit dem YB-Spieler Miralem Sulejmani um den Ball. © KEYSTONE/PETER KLAUNZER
In der 13. Runde der Super League steht das Topspiel zwischen Leader Basel und den drittklassierten Young Boys im Mittelpunkt. Mit einem Sieg könnten die Berner die Meisterschaft neu lancieren. Das Spiel des FC Basel ist in den letzten vier Wochen ins Stocken geraten.

Nach 13 Siegen in den ersten 15 Pflichtspielen gab es zuletzt in sechs Partien nur noch drei Erfolge, dafür auch zwei Niederlagen und das Remis gegen den Tabellenletzten FC Zürich. Angefangen hat die für Basler Verhältnisse schwächere Phase vor exakt einem Monat mit dem 3:4 bei den Young Boys. Nach dem “teils unerklärlichen” (Fischer) 1:2 vom Donnerstag in der Europa League gegen Belenenses Lissabon ist Trainer Urs Fischer froh, dass “wir sofort die Möglichkeit haben zu reagieren”.

Beim FC Basel dürfte Stürmer Breel Embolo fehlen. Der Klub gab am Freitag zwar Entwarnung, denn der Internationale erlitt in der Europa League entgegen ersten Befürchtungen keine gravierende Knieverletzung. “Er hatte sich etwas im Knie eingeklemmt, inzwischen konnte das aber gelöst werden. Er trainierte bereits wieder, respektive regenerierte er auf dem Velo”, sagte Fischer. Trotzdem werden sie in Basel einen Einsatz von Embolo am Sonntag (16.00 Uhr) gegen die Young Boys kaum riskieren.

Ob mit oder ohne Embolo: Der FC Basel ist nicht mehr in der Form der Hoch- und Spätsommertage. So wird das Spitzenspiel gegen die Young Boys, die dem FCB die bisher einzige Meisterschaftsniederlage zugefügt haben, zu einer heiklen Angelegenheit. Die möglichen Auswirkungen auf die Tabelle sind dabei nicht zu unterschätzen. Gewinnt Basel und verlieren gleichzeitig die Grasshoppers in Sitten, vergrössert sich der Vorsprung des FCB auf GC und YB auf zehn beziehungsweise zwölf Punkte. Unterliegt Basel den Berner dagegen erneut, und holen die Zürcher im Wallis mindestens einen Punkt, sind die drei Top-Teams plötzlich innerhalb von nur noch sechs Punkten platziert.

Fischer verdrängt solche Gedanken. “Es ist noch nicht der Zeitpunkt, um die Situation in der Tabelle zu tief zu analysieren.” Auch YB-Trainer Adi Hütter denkt vor dem Spiel in Basel nicht in erster Linie an die Rangliste. Der Österreicher betreut sein Team in der Super League erst zum sechsten Mal. Seine Bilanz von vier Siegen und einem Remis ist hervorragend. Nun folgt die bisher schwierigste Aufgabe: das Auswärtsspiel beim Meister und Leader. “Es wird spannend zu sehen, ob wir über die Grenze hinauswachsen können”, so Hütter.

Kaum weniger brisant als das Spitzenspiel in Basel ist die Ausgangslage im Duell zwischen dem Tabellenletzten FC Zürich und dem sechstklassierten St. Gallen (heute 17.45 Uhr). Mit seinem ersten Sieg mit dem FC Zürich könnte Sami Hyypiä bis auf einen Punkt zu Joe Zinnbauer und den St. Gallern aufschliessen. Der deutsche Trainer der Ostschweizer ist auch nicht berauschend in seine Schweizer Trainer-Karriere gestartet. In vier Super-League-Spielen gab es fünf Punkte und zuletzt eine klare Niederlage bei Aufsteiger Lugano.

“Uns fehlt die Zielstrebigkeit, und es mangelt in der Passgenauigkeit”, sagte Zinnbauer. Die Aussage wird durch die Statistik gestützt. In zwölf Partien erzielte St. Gallen nur neun Treffer. Das ist der schlechteste Wert der Liga. Vielleicht klappt es in Zürich mit dem Tore schiessen. Der FCZ stellt mit 28 Gegentoren die schwächste Defensive der Super League.

Die weiteren Spiele der 13. Runde: Luzern – Vaduz (Samstag, 17.45 Uhr), Sion – Grasshoppers (Sonntag, 13.45 Uhr) und Thun – Lugano (Sonntag, 13.45 Uhr).

(SI)


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