Spitzenkampf zwischen Napoli und Inter Mailand

Napolis Trainer mit hohen Ambitionen: Maurizio Sarri
Napolis Trainer mit hohen Ambitionen: Maurizio Sarri © KEYSTONE/EPA/NIGEL RODDIS
Napoli hat die grosse Chance, der Konkurrenz in der Serie A davonzuziehen. Dazu benötigt die Mannschaft von Maurizio Sarri im Spitzenkampf gegen Inter Mailand einen Sieg. Im San Paolo treffen am Samstag um 20.45 Uhr die beiden noch ungeschlagenen Teams der italienischen Liga aufeinander.

Hier Napoli, das im Schnitt mehr als dreimal pro Spiel trifft (26 Tore) und nicht einmal einen Punkt abgegeben hat. Das auf elf verschiedene Torschützen zählen konnte, mit dem Belgier Dries Mertens (7) als bestem Skorer. Das unter der Woche in der Champions League bei Manchester City trotz frühem 0:2-Rückstand Nehmequalitäten bewies, das Defizit nicht mehr wettmachen konnte. Der Auftritt sei aber viel ermutigender gewesen als jener im Achtelfinal der letzten Saison gegen Real Madrid (1:3/1:3), fand Sarri.

Da Inter Mailand, dessen Bilanz mit sieben Siegen und einem Unentschieden annähernd so gut ist wie jene des Rivalen aus dem Süden. Das wie Napoli und die AS Roma erst fünf Gegentore kassiert hat und dessen Goalie Samir Handanovic in vier der sieben Partien zu Null spielte – wie Napolis Pepe Reina und Romas Alisson. Das mit Mauro Icardi einen bereits neunfachen Torschützen in seinen Reihen hat. Der Argentinier war beim mit 3:2 gewonnenen Derby gegen Milan Alleinunterhalter im Sturm.

Sauer aufgestossen

Sarri stiess derweil die Ansetzung des Spitzenspiels zwischen Leader und Verfolger sauer auf. «Es ist unmöglich, am Samstag gegen Roma zu spielen, drei Tage später in Manchester und vier Tage danach gegen Inter», jammerte er. Bloss: für die Stärke der Gegner trägt der Spielplan-Verantwortliche kaum die Verantwortung.

In der Bundesliga treffen am Sonntag um 13.30 Uhr mit Köln und Werder Bremen die beiden einzigen noch sieglosen Mannschaften aufeinander. Die Partie verdient den Begriff «Krisengipfel» durchaus. Schlusslicht Köln (ein Punkt) hat sieben seiner acht Ligaspiele verloren, in der Europa League sogar alle drei. Das einzige Erfolgserlebnis war ein 5:0 im Cup gegen einen Fünftligisten.

In Köln kippt Stimmung

Just vor dem Duell mit dem Vorletzten Werder, mit je vier Remis und Niederlagen nicht viel besser gestartet, kippte in Köln die Stimmung. Die Fans wandten sich gegen den Sportchef, den sie im Sommer noch für die erste Europacup-Teilnahme seit 25 Jahren mitverantwortlich gemacht hatten. «Schmadtke raus», riefen sie nach dem 0:1 bei BATE Borissow am Donnerstag. Nun trägt er gemäss Meinung der Supporter eine grosse Schuld an der Misere. Die 35 Millionen Euro, die für den Verkauf von Anthony Modeste nach China in die Kassen flossen, seien schlecht investiert worden, wird Schmadtke vorgeworfen.

Doch auch Werders Trainer steht unter Druck. Alexander Nouri, nach dem Ligaerhalt in der letzten Saison der gefeierte Held, soll in Köln um seinen Job spielen. Medien spekulieren seit Tagen um den Namen des angeblichen Nachfolgers, trotz öffentlicher Bekenntnisse der Klubführung. «Wir wollen liefern, wir müssen liefern und wir werden liefern», gab sich Nouri kämpferisch.

Mythos eingebüsst

In Frankreich steht am Sonntag um 21 Uhr der «Clasico» im Programm, der in den letzten Jahren etwas von seinem Mythos eingebüsst hat. Paris Saint-Germain war seinem Erzrivalen Marseille oftmals zu überlegen. Im Vélodrome gewann PSG sogar die letzten vier Vergleiche, den letzten im Februar mit 5:1. Aktuell trennen den Leader aus Paris und «OM» drei Ränge und acht Zähler.

Spielerisch liegen die Vereine aber weiter auseinander. PSG hat erst einmal in neun Spielen, beim 0:0 in Montpellier, Punkte abgegeben, hat 29 Tore erzielt und erst sechs kassiert. Derweil kam Marseille zuletzt bei Aufsteiger Strassburg nicht über ein 3:3 hinaus, nach davor starker Vorstellung beim 4:2 in Nizza.

(SDA)


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