Unterkunft für Flüchtlinge in St.Margrethen eröffnet

In Buchs kommen weiterhin Flüchtlinge an.
In Buchs kommen weiterhin Flüchtlinge an. © Keystone/Gian Ehrenzeller
St.Galler Zivilschützer sind weiter im Einsatz: Heute wurden acht Asylsuchende in der Zivilschutzanlage Rosenberg in St.Margrethen einquartiert. Der Stabschef des Kantonalen Führungsstab sagt, dass auch noch eine weitere Anlage bereit stehen würde.

Zivilschützer im Kanton St.Gallen haben eine SMS bekommen. Sie sollten sich bereit halten für einen Einsatz. “Die Zivilschützer müssen in rund 48 Stunden ihren Auftrag ausführen können”, sagt Marcel Fritsche, Stabschef des Kantonalen Führungsstabs. Weil die Empfangszentren des Bundes überbelegt seien, müsse der Zivilschutz einspringen. “Wir nehmen die Ankommenden für eine kurze Zeit auf, betreuen und versorgen sie”, sagt Fritsche.

Aktuell werden die Zivilschützer in St.Margrethen gebraucht. Dort sind seit heute acht Asylsuchende einquartiert, bestätigt die Gemeinde. Die Notunterkunft wird im Auftrag des kantonalen Führungsstabs durch die Zivilschutzorganisation Am Alten Rhein betrieben. “In der Unterkunft haben 50 bis höchstens 60 Personen Platz”, sagt Gemeindepräsident Reto Friedauer. Bereits im September waren zwischenzeitlich rund 14 Personen in der Zivilschutzanlage Rosenberg einquartiert.

Diejenigen Zivilschützer, die jetzt eine SMS bekommen haben, seien als Ablösung für die derzeit im Einsatz stehenden Dienstler vorgesehen. Zum Ärger der Arbeitgeber, welche die Personen freistellen müssen. Fritsche: “Ich verstehe, dass die Arbeitgeber nicht gerade glücklich sind. Aber bisher haben wir immer eine Lösung gefunden. In der Regel stehen die Zivilschützer vier bis fünf Tage im Einsatz.”

In den derzeit geöffneten Anlagen, nebst St.Margrethen sind dies Gams und Sennwald, stehen je zehn bis 15 Zivilschützer im Einsatz. Sollte sich die Lage nicht beruhigen und weiter Flüchtlinge über die Grenze nach Buchs kommen, wäre der Kantonale Führungsstab bereit, weitere Zivilschutzanlagen für die Ankömmlinge zu öffnen. “Als nächstes wäre Diepoldsau an der Reihe”, sagt Fritsche.

(cas/rr)


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