St. Gallen empfängt Lugano, Basel trifft auf Sion

Der FC St. Gallen sorgte in dieser Saison auf und neben dem Platz für Schlagzeilen
Der FC St. Gallen sorgte in dieser Saison auf und neben dem Platz für Schlagzeilen © KEYSTONE/EDDY RISCH
Hinter dem Spitzentrio YB, Basel und Zürich folgt in der Tabelle der Super League der FC St. Gallen. Die Ostschweizer sorgen seit Saisonbeginn für Gesprächsstoff – und treffen auf Schlusslicht Lugano. Auch in dieser Woche sorgte der FC St. Gallen für Schlagzeilen – auf und neben dem Platz.

An der Generalversammlung zu Beginn der Woche trat der ehemalige Präsident Dölf Früh seine Aktienanteile ab, am Freitag wurde bekannt, dass die St. Galler auf der Suche nach einem Sportchef noch immer nicht fündig geworden sind.

Auf dem Feld präsentierte sich der Tabellenvierte bislang als sportliche Wundertüte; Siege und Niederlagen wechselten sich ab. «Es fehlt an Mentalität und Qualität», sagte Assistenztrainer Markus Hoffmann vor dem Duell gegen den Tabellenletzten Lugano und sprach damit Klartext. Die Tessiner sind nicht nur das Schlusslicht der Liga, sondern haben auch den schwächsten Angriff. Auswärts gewannen sie nur eine von sieben Partien. Zuletzt zeigte die Tendenz aber wieder aufwärts, aus den letzten drei Spielen resultierten fünf Punkte.

In der zweiten Partie am Samstag kommt es zum Duell zwischen Basel und Sion. Die Walliser blieben in dieser Saison bislang weit unter ihren Möglichkeiten. Aus den letzten zwölf Spielen resultierte nur ein Sieg, seit sechs Partien sind die Sittener sieglos. Der Trainerwechsel kam aufgrund der Resultate nicht ganz überraschend. Auf den neuen Verantwortlichen Gabri und seine Spieler wartet nach der Nationalmannschaftspause eine besondere Herausforderung, denn der letzte Erfolg der Walliser in der Meisterschaft in Basel liegt mehr als 20 Jahre zurück. Wenige Monate zuvor hatte der heutige FCB-Trainer Raphael Wicky Sion Richtung deutsche Bundesliga verlassen.

Für Wicky ist das Duell gegen seinen ehemaligen Klubs nichts Besonderes. «Es gibt keine Sentimentalitäten, ich bin zu lange weg.» Für ihn und den FCB steht ein wegweisender Monat vor der Tür. In der Champions League haben die Basler zwar den ersten Matchball gegen ZSKA Moskau vergeben, die Chancen auf die Achtelfinal-Qualifikation sind aber weiterhin intakt. Im Cup folgt Ende Monat das Viertelfinal-Heimspiel gegen Luzern, in der Meisterschaft warten bis zur Winterpause noch drei Auswärtsspiele auf den Serienmeister.

In Anbetracht der Stärke von Leader Young Boys geht es für den FCB bis zum Jahresende um Schadensbegrenzung. Sie müssten voll punkten, damit der Rückstand bis zur Winterpause nicht noch grösser werde, sagte Wicky. Nach dem mässigem Saisonstart hat sich der FCB zuletzt gefangen; seit sechs Spielen sind die Bebbi ohne Niederlage.

(SDA)


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