St. Galler Chauffeur navigiert sich auf Berner Waldweg

Kein Durchkommen: Ein St.Galler LKW bleibt bei Thun stecken. Bild: 20 Min/kaf
Kein Durchkommen: Ein St.Galler LKW bleibt bei Thun stecken. Bild: 20 Min/kaf
Blindes Vertrauen in das Navigationsgerät kann unangenehme Folgen haben. Diese schmerzliche Erfahrung musste ein St. Galler LKW-Chauffeur in einem Thuner Vorort machen. Um sein Fahrzeug zu befreien, mussten Bäume gerodet werden.

Der kürzeste Weg ans Ziel muss nicht immer der schnellste sein. Diese Lektion machte am Dienstag ein Ostschweizer LKW-Fahrer auf einem Waldweg zwischen Heimberg und Kiesen in der Nähe von Thun. Er hatte sich von seinem Navi fehlleiten und auf eine Route bringen lassen, die nur für Fussgänger freigegeben ist. “Wir wurden kurz nach 15 Uhr informiert, dass sich ein Sattelmotorfahrzeug auf dem Aareweg befand”, sagt Christoph Gnägi, Mediensprecher der Kantonspolizei Bern, gegenüber “20 Minuten”. Auf dem Waldweg sei der Lastwagen zwischen Baumgruppen steckengeblieben.

Der Chaffeur steckte mit seinem Gefährt dermassen in der Patsche, dass er sich nicht mehr aus eigener Kraft aus der misslichen Lage befreien konnte.

Um das Fahrzeug vom Fussweg zu bekommen, müssen gar mehrere Bäume gefällt werden. Trotz Unterstützung der Feuerwehr gelang dies am Dienstagabend nicht mehr; wegen der einbrechenden Dunkelheit mussten sie ihren Einsatz abbrechen und auf heute Mittwoch verschieben.

“Die Abschlepparbeiten gehen weiter, der Aareweg ist solange gesperrt”, so Gnägi. Fussgänger können die besagte Stelle weiterhin jederzeit passieren und sich verwundert die Augen reiben. (mla)


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