St.Galler fahren auf den öV ab

Auf der Strecke St.Gallen - Gossau sind immer mehr Leute unterwegs.
Auf der Strecke St.Gallen - Gossau sind immer mehr Leute unterwegs. © Mareycke Frehner/St.Galler Tagblatt
Im Kanton St.Gallen nutzen immer mehr Leute den öffentlichen Verkehr. Dies geht aus dem aktuellen Standbericht hervor. Sorgen bereitet dem Kanton der Kostendeckungsgrad.

2016 hat der Kanton St.Gallen den Stadt- und Ortsverkehr übernommen. Seither bestellt und finanziert er die Stadtbusse in Wil, St.Gallen, Rorschach und Rapperswil-Jona. Diese Zahlen fliessen nun erstmals in die Auswertungen ein.

«Das öV-Angebot im Kanton St.Gallen wird stärker nachgefragt», heisst es beim Amt für öffentlichen Verkehr. Im Regional- und Fernverkehr wurden im Vergleich mit den Zahlen 2014 die grössten Zuwächse in den Korridoren St.Gallen-Gossau (+13 Prozent) und Gossau-Wil (+11 Prozent) verzeichnet. «Damit hat der stärkste Korridor des Kantons St.Gallen weiter an Bedeutung gewonnen», heisst es. Durchschnittlich wurden rund 25’000 Fahrgäste pro Tag gezählt. Auch mit dem regionalen Busangebot sind mehr Fahrgäste befördert worden.

Entscheidend für die Nutzung des öV sei das Angebot in unmittelbarer Nähe zum Wohn- und Arbeitsort. «Mehr als die Hälfte der Bevölkerung in städtischen Kernräumen besitzt ein öV-Abonnement», heisst es.

Weiter: «Allerdings muss der Kanton dafür sorgen, dass das Angebot nicht nur gut genutzt, sondern auch nachhaltig finanziert ist. Der Kostendeckungsgrad ist in den letzten Jahren stagnierend.» Der Kanton hofft nun, dass sich die Übernahme des Orts- und Stadtverkehrs darauf auswirkt: «Massnahmen zur Erhöhung der Wirtschaftlichkeit werden laufend geprüft.»

Hier gibt es den kompletten Standbericht.


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