St.Galler Kantonalbank spürt Zurückhaltung der Kunden

Roland Ledergerber, Präsident der SGKB-Geschäftsleitung: In den ersten sechs Monaten bekam er die Zurückhaltung der Bankkunden zu spüren.
Roland Ledergerber, Präsident der SGKB-Geschäftsleitung: In den ersten sechs Monaten bekam er die Zurückhaltung der Bankkunden zu spüren. © KEYSTONE/GIAN EHRENZELLER
Die St. Galler Kantonalbank muss einen Gewinnrückgang hinnehmen. Einmalige Einnahmen aus dem Vorjahr sind im ersten Halbjahr 2016 weggefallen. Gleichzeitig konnte die Bank das Betriebsergebnis steigern. Dieses lag bei rund 90 Millionen Franken und stieg damit um 7,1 Prozent.

Zum Wachstum beigetragen haben höhere Zinseinnahmen, geringere Kreditrückstellungen und ein tieferer Geschäftsaufwand. Jedoch seien das Kommissionsgeschäft und das Handelsgeschäft enttäuschend ausgefallen, hält die Bank in einem Communiqué am Mittwoch fest.

Der Erfolg aus dem Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft fiel um 10,5 Prozent und betrug noch 50,7 Millionen Franken. Wegen der angespannten Lage auf den Finanzmärkten waren die Kunden im Wertschriftenhandel weniger aktiv.

Beim Handelsgeschäft brach der Erfolg gar um 35,4 Prozent auf 13,0 Millionen Franken ein. Dies weil im Vorjahr als Folge der Aufhebung des Euromindestkurses der Devisenhandel besonders lebhaft verlaufen war. Der Wegfall dieses einmaligen Effekts, gepaart mit der generellen Zurückhaltung der Anleger, hätten zu diesem starken Rückgang geführt, hält die Bank fest.

Das rückläufige Konzernergebnis – der Gewinn lag mit 74 Millionen Franken um 12,6 Prozent unter dem Niveau des Vorjahres – erklärt sich ebenfalls durch den Wegfall eines einmaligen Effekts: 2015 hatte die St. Galler Kantonalbank durch den Verkauf ihrer Swisscanto-Beteiligungen 18 Millionen Franken eingenommen.

(SDA)


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