St.Galler Kunsthandwerker hebt mit Swiss ab

St.Galler Kunsthandwerker hebt mit Swiss ab
© Jan Eugster
Der St.Galler Kunstgiesser Jan Eugster hat im neusten Bordmagazin der Swiss einen prominenten Auftritt. Die Fluggesellschaft bezeichnet ihn als “Mann für unlösbare Fälle”.

“Ich werde in der Kunstproduktion weiterempfohlen, wenn es nicht um einen gewöhnlichen Guss geht”, sagt Jan Eugster. Mit seiner einzigartigen Technik stellt er beispielsweise Kupferreliefs in einer Perfektion her, die mit herkömmlichen Gussmethoden nicht erreichbar sind.

Eugsters Name und seine grossen Materialkenntnisse seien in der Szene bekannt, sagt er selbst. Und trotzdem fristet er ein Schattendasein. Denn im Mittelpunkt stehen die Künstler, für die Eugster die Aufträge ausführt. Deshalb sei der Artikel über ihn im Swiss-Magazin umso genialer, sagt Eugster.

Riesenteddy ist Publikumsliebling

Zu den bekanntesten Arbeiten des Kunsthandwerkers, der trotz Atelier in Belgrad immer noch in St.Gallen wohnt, gehört ein gigantischer Teddybär am Flughafen Doha im Wüstenstaat Katar. Sieben Meter hoch ist der gelbe Monsterteddy aus Bronze.

So oft die Skulptur von den Reisenden auch fotografiert wird: Jan Eugsters Name kennen wahrscheinlich die wenigsten. Als die Skulptur im Jahr 2007 entstanden ist, arbeitete Eugster als Produktionsleiter in der Kunstgiesserei St.Gallen. Mittlerweile hat er sich selbstständig gemacht und pendelt zwischen St.Gallen und Belgrad hin und her.

Im Fokus wegen Art Basel

Auf den Radar von Swiss ist der St.Galler nun wegen der Art Basel geraten. Dort werden die goldenen Panels des Südtirolers Rudolf Stingel ausgestellt, welche in der Kunstszene für Furore gesorgt haben. Auch hinter diesen Kunstwerken steht Jan Eugster. “Die Swiss wollte etwas zur Art Basel machen und ist über einen Fotografen schliesslich zu mir gelangt”, erklärt er die Entstehungsgeschichte des Swiss-Artikels.

Langfristig werde es ihm sicher etwas bringen, dass er im Swiss-Magazin als Produzent der Platten hevorgehoben wird, sagt er. Sein nächstes Projekt ist die Installation einer zweiten Version des Riesenteddys von Urs Fischer. Deshalb werde er in zwei Wochen dann auch in die USA fliegen. Und falls er Swiss fliegt, begegnet er sich gleich selbst.

(chf)


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