St.Galler Polizei ermittelt Einbrecherbande

Ein Polizist sichert nach einem Einbruch Spuren.
Ein Polizist sichert nach einem Einbruch Spuren. © Urs Bucher/St.Galler Tagblatt/Archiv
Die St.Galler Kantonspolizei und die Staatsanwaltschaft haben eine mutmassliche kosovarische Einbrecherbande ermittelt. Die Gruppe soll fast 80 Einbrüche verübt haben. Ein Grossteil der Kosovaren wurde schon früher in der Schweiz verurteilt. Ein Mann ist aus der Haft ausgebrochen.

Der Kantonspolizei St.Gallen ist im Mai 2013 ein markanter Anstieg von Einbrüchen in der Region Fürstenland aufgefallen. Spuren deuteten auf eine in wechselnder Formation agierende Gruppe hin. Sie sind vorwiegend in Geschäftsräume eingebrochen und haben Tresore gestohlen. Im August ist die Einbruchserie vorläufig abgebrochen und wurde im November/Dezember 2013 wieder fortgesetzt. Danach folgte eine längere Pause, bevor die Einbrüche Mitte 2014 wieder anfingen.

Bereits vorverurteilt

Die Ermittler der Polizei konnten anhand der Spuren mehrere Personen identifizieren. Alles deutete auf mehrere Kosovaren, die bereits 2006 und 2007 Einbrüche begangen hatten. Damals konnte den Tätern über 200 Einbruchdiebstähle nachgewiesen werden. Alle involvierten Personen erhielten mehrjährige Freiheitsstrafen, wurden 2012 ausgeschafft und mit Einreisesperren belegt.

Ende 2014 wurden zwei 34-jährige und ein 35-jähriger Kosovare verhaftet. Ein weiterer mutmasslicher Beteiligter, ein 34-jähriger Kosovare, wurde in Dänemark festgenommen und in die Schweiz überführt.

Häftling auf der Flucht

Den Beschuldigten konnten diverse Einbrüche in St.Gallen und im Thurgau nachgewiesen werden. Zudem verstiessen sie gegen das Ausländergesetz, da sie sich illegal in der Schweiz aufhielten. Das erbeutete Deliktsgut und der angerichtete Sachschaden bei den 78 Tatbeständen beläuft sich auf über eine halbe Million Franken. Drei Beschuldigte befinden sich noch in Haft. Drei weitere Kosovaren sind zur Verhaftung ausgeschrieben.

Der vierte verhaftete Kosovare ist im Juli 2015 aus dem Büro der Staatsanwaltschaft in St.Gallen geflohen. Er konnte bei einer Befragung seine Fussfesseln lösen und flüchtete, eine Fahndung blieb erfolglos.

(Kapo SG/red.)


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