Staatsrechnung deutlich besser als erwartet

Die Steuern in St.Gallen bleiben gleich.
Die Steuern in St.Gallen bleiben gleich. © (KEYSTONE/Christian Beutler)
Die St.Galler Staatsrechnung 2015 schliesst mit einem Überschuss von 154 Millionen Franken ab. Budgetiert war ein Defizit von 25 Millionen. Eine Steuersenkung kommt aber für den Finanzchef Gehrer nicht infrage. 

Gründe für das deutlich bessere Ergebnis sind höhere Steuereinnahmen und eine Gewinnausschüttung der Nationalbank. Das Plus bei den Steuern beträgt 38 Millionen Franken. Eine Punktlandung erreichte Finanzchef Martin Gehrer bei den Ausgaben. 

Der Besserabschluss hat aber keine Steuersenkung zur Folge. Zu unsicher ist die Zukunft. Die Kantone werden die schwierige wirtschaftliche Situation der Unternehmen nach der Aufhebung des Euro-Mindestkurses erst verzögert zu spüren bekommen. Unsicherheiten bestehen bezüglich Unternehmenssteuerreform III und Nationalbank-Gewinnen.

Dank der Verbesserung gegenüber kann der Kanton aber seine Reserven stärken. Das frei verwendbare Eigenkapital beträgt neu rund 420 Mio. Franken.

Martin Gehrer hinterlässt  in seinem letzten Amtsjahr somit eine solide finanzielle Basis, welche seinem Nachfolger Rückenwind in der kommenden, schwierigen Zeit gibt.

(red)


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