Stadionbetreiber geht pleite

Stadionbetreiber geht pleite
© Über der Stockhorn-Arena kreist der Pleitegeier. (KEYSTONE/Peter Klaunzer)
Neue Unruhe um das Stadion des FC Thun: Die Betreibergesellschaft der Stockhorn-Arena hat allen Angestellten per Ende Oktober gekündigt und will ihren Betrieb Ende Jahr einstellen.

Wie es im neuen Jahr weitergeht, ist unklar. Im Communiqué der Betreibergesellschaft heisst es lediglich, die Arena Thun AG suche das Gespräch mit dem FC Thun und mit der Migros, die gleich nebenan das Panorama-Center betreibt. Dabei geht es um mögliche Synergien beim Unterhalt von Einkaufszentrum und Stadion. Die übrigen Bereiche will die Betreibergesellschaft der FC Thun AG übertragen. Inwiefern das Arena-Personal von der Aktiengesellschaft des Super-League-Vereins übernommen werde, ist allerdings offen. Das sei Sache der Verhandlungen, heisst es. Die Arena Thun AG ist für alle Stadion-Aktivitäten zuständig, die neben dem Fussball stattfinden.

Die Betreibergesellschaft macht geltend, sie brauche eine neue Struktur, damit sie künftig “überlebensfähig” sei. Sie werde deshalb von der Muttergesellschaft − der Genossenschaft Arena Thun − nicht liquidiert, sondern lediglich still gelegt. Es ist nicht das erste Mal, dass ein Stadionbetreiber in finanzielle Turbulenzen gerät: In den letzten Jahren kämpften mitunter auch die Sportstätten in St. Gallen (AFG Arena) und Genf (Stade de Genève) gegen den Pleitegeier.

Der FC Thun ist von dieser Massnahme vorerst nicht direkt betroffen. Die Spiele der Berner Oberländer werden schon seit geraumer Zeit nicht mehr durch die Arena Thun AG betrieben. Aber auch der Super-League-Klub tut sich mit der 2011 eröffneten Arena schwer. Ihm ist die Stadionmiete zu hoch. Die Stadionbesitzer signalisierten in dieser Frage zuletzt Entgegenkommen. (sda/red)


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