Stadler liefert schottische U-Bahn

17 dieser Zug-Kompositionen liefert Stadler Rail nach Schottland.
17 dieser Zug-Kompositionen liefert Stadler Rail nach Schottland.
Grosserfolg für Stadler Rail: Der Zug-Hersteller mit Sitz in Bussnang gewinnt eine Ausschreibung für 17 Züge der U-Bahn im schottischen Glasgow.  Dank diesem Auftrag macht die Firma von Patron Peter Spuhler einen Umsatz von umgerechnet 133 Millionen Franken. Ebenfalls speziell: Die Schotten-Züge sind führerlos unterwegs.

Die Glasgow Subway stellt nach London und Budapest das drittälteste U-Bahn-Netz der Welt. Hier rollen ab dem Jahr 2020 nun auch erstmals Schweizer Züge durch die Röhren. Der Thurgauer Zugfabrikant liefert nach Gewinn der Ausschreibung 17 sogenannte State-of-the-Art-Züge. Diese sind gut 39 Meter lang und sind auf eine Höchstgeschwindigkeit von 58 Stundenkilometer ausgelegt. 116 Sitzplätze, 12 Klappsitze und 204 Stehplätze stehen dabei den Passagieren pro Zug zur Verfügung.

An den beiden Zugenden können Passagiere dabei einen direkten Blick in die Tunnelröhre erhaschen. Dies ist möglich, weil Stadler für die Schotten erstmals einen führerlosen Zug baut, der vollautomatisch unterwegs sein wird. Bis es soweit ist, müssen sich die Fahrgäste aber noch ein wenig gedulden:  In einer Übergangsphase werden die ersten gelieferten Stadler-Fahrzeuge noch im Mischbetrieb mit alten Fahrzeugen in Verkehr gesetzt. Die Züge werden in dieser Phase noch mit Fahrzeugführer unterwegs sein.

Ebenfalls im Zug verbaut werden sogenannte Platform Screen Doors (PSD), die für einen sicheren Betrieb sorgen sollen. (mla/pd)


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