Stadler Rail hat Probleme in Weissrussland

Peter Spuhler (links) bei der Präsentation eines Grossauftrags für Züge für den Flughafen Minsk.
Peter Spuhler (links) bei der Präsentation eines Grossauftrags für Züge für den Flughafen Minsk. © Ralph Ribi/St.Galler Tagblatt
Nur ein Werk von Stadler Rail ist derzeit nicht ausgelastet: Dasjenige nahe der weissrussischen Hauptstadt Minsk. Laut Stadler-Rail-Chef Peter Spuhler führte der Rubel-Absturz zu einer massiven Verteuerung der Produkte.

Das Werk von Stadler Rail in Minsk ist im November 2014 eingeweiht worden. 25 Millionen Franken hat das Unternehmen mit Sitz in Bussnang in den Standort investiert. Gegenüber der “Handelszeitung” sagt Peter Spuhler, dass die schwache Auftragslage, insbesondere aus Russland, dem Werk nahe der weissrussischen Hauptstadt zusetze.

Ursprünglich spannte Stadler Rail mit der Stadt Minsk zusammen und wurde dadurch ein halbstaatlicher Betrieb. Da sich das bei Ausschreibungen und Finanzierungen als Nachteil erwies, kaufte Stadler Rail ihre Minderheitsbeteiligung für einen Millionenbetrag ab. Mit dem Erlös hätte der Staatsbetrieb Belkommunmash (BKM) – eine 100-Prozent-Tochter der Stadt Minsk – zu einem Zulieferbetrieb von Stadler Minsk werden sollen.

Die Stadt Minsk versäumte es aber, das Geld wie geplant zu investieren. “Dadurch konnte die Idee, aus BKM einen modernen Zulieferbetrieb zu machen, nicht umgesetzt werden”, sagt Spuhler. Das Geschäft wurde rückabgewickelt und Stadler Rail hat den vollen Geldbetrag zurückerhalten. Stadler Minsk ist nun eine eigenständige Firmentochter von Stadler Rail.

(pd/red.)


Newsletter abonnieren
0Kommentare
noch 1000 Zeichen