Starke Qualifikation der Schweizer Turner

Captain Pablo Brägger führte an der Heim-EM in Bern ein starkes Schweizer Team an. Der Ostschweizer qualifizierte sich gleich für drei Gerätefinals
Captain Pablo Brägger führte an der Heim-EM in Bern ein starkes Schweizer Team an. Der Ostschweizer qualifizierte sich gleich für drei Gerätefinals © KEYSTONE/MANUEL LOPEZ
Die Schweizer Turner überzeugen in der Team-Qualifikation an den Europameisterschaften in Bern. Platz 3 in der Team-Qualifikation und sieben Teilnahmen in den Gerätefinals lautet die starke Bilanz.

Alles gelang der Mannschaft von Cheftrainer Bernhard Fluck vor 2500 Zuschauern in der Allmend-Halle in Bern zwar nicht nach Wunsch. Oliver Hegi stürzte am Reck und vergab damit die Chance auf den Einzug in den Gerätefinal, Benjamin Gischard musste beim Pauschenpferd das Gerät verlassen. Und auch sonst schlichen sich am Reck und am Boden einige Patzer ein. Dass die Schweizer aber dennoch 263,662 Punkte realisierten und hinter den Topfavoriten Russland und Grossbritannien als Dritte souverän den Team-Final der Top 8 erreichten, spricht für das Potenzial der STV-Riege.

Vor zwei Jahren hatten die Schweizer an den Titelkämpfen in Sofia als Neunte den Einzug in den Final noch knapp verpasst, nun starten sie am Samstag als Favorit auf die Bronzemedaille die Entscheidung. Noch nie gewann eine Schweizer Mannschaft eine EM-Medaille mit dem Team. Mit sieben Gerätefinal-Teilnahmen pulverisierte die STV-Riege zudem den Rekord aus dem Vorjahr, als in Montpellier vier Schweizer am Final-Wochenende noch an Einzel-Geräten im Einsatz gestanden hatten.

Flucks Mannschaft übertraf die Vorgabe des STV von vier Final-Teilnahme deutlich und knüpfte nahtlos an die starken Leistungen der letzten Grossanlässe in Nanning (WM), Montpellier (EM) und Glasgow (WM) an, die in der ersten Team-Qualifikation für die Olympischen Spiele in Rio de Janeiro seit 1992 gipfelten.

Aus dem Schweizer Quintett stachen Captain Pablo Brägger und Christian Baumann heraus, die am Sonntag ihr Können dem Publikum noch einmal an drei Geräten präsentieren dürfen. Vor allem der 21-jährige Baumann, der vor einem Jahr mit EM-Silber am Barren sein grosses Potenzial angedeutet hatte, wuchs über sich hinaus und erreichte als erster Schweizer seit Donghua Lis EM-Titel 1996 einen Final am Pauschenpferd. Auch am Barren und Reck erreichte Baumann wie Brägger den Final. Der Ostschweizer kämpft zudem noch am Boden um die Medaillen. Benjamin Gischard qualifizierte sich für den Sprung-Final.

(SDA)


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