Starker Auftritt von Steingruber

Kopfüber in drei Finals: Giulia Steingruber gelang der Olympia-Einstieg optimal
Kopfüber in drei Finals: Giulia Steingruber gelang der Olympia-Einstieg optimal © KEYSTONE/LAURENT GILLIERON
Turnerin Giulia Steingruber qualifiziert sich am zweiten Wettkampftag für alle drei angestrebten Finals. Bei den Schwimmern purzelten die Weltrekorde, im Tennis die Topfavoriten.

Die St.Gallerin Giulia Steingruber kam mit Ausnahme eines Sturzes am Schwebebalken souverän durch ihr Programm in der Qualifikation. Am Sprung zeigte sie den Tschussowitina und den Jurtschenko mit einer Doppelschraube ohne Fehl und Tadel und erhielt dafür die drittbeste Wertung. Auch am Boden und im Mehrkampf schaffte sie den Finaleinzug souverän.

Im Rad-Strassenrennen vermochte Jolanda Neff ihre erste Medaillen-Chance in Rio nicht zu nutzen. Die 23-jährige Rheintalerin, die am zweitletzten Tag der Spiele im Mountainbike als Favoritin antreten wird, konnte in der letzten harten Steigung vor dem Ziel nicht ganz mithalten und belegte letztlich den 8. Schlussrang.

Einen starken Auftakt ins Beachvolleyball-Turnier feierten Joana Heidrich und Nadine Zumkehr mit einem sehr überzeugenden Zweisatz-Erfolg gegen die Deutschen Karla Borger/Britta Büthe.

Im Aquatics Stadium fielen auch am zweiten Wettkampftag der Sommerspiele in Rio die Weltrekorde wie reife Früchte. Der Brite Adam Peaty (100 m Brust), die Schwedin Sarah Sjöström (100 m Delfin) und die Amerikanerin Katie Ledecky (400 m Crawl) schwammen ihre Strecken so schnell wie nie jemand zuvor. Michael Phelps baute seine Position als erfolgreichster Olympionike der Geschichte weiter aus. Mit der US-Crawl-Staffel gewann der Superstar seine insgesamt 19. Goldmedaille.

Weniger zu lachen hatten die Stars im Tennis. Novak Djokovic verpasste seine Chance, erstmals Olympiasieger zu werden, zum frühestmöglichen Zeitpunkt. Die Weltnummer 1 verlor in der 1. Runde des Einzels in zwei Tiebreaks gegen den Argentinier Juan Martin Del Potro. Gar zum ersten Mal überhaupt ein Olympia-Doppel verloren die dreifachen Champions Serena und Venus Williams im Frauendoppel.

Besonderen Grund zur Freude hatte der Kosovo: Die Judoka Majlinda Kelmendi gewann für die junge Nation, die erstmals an Olympischen Spielen teilnimmt, die erste Medaille – unter anderem dank einem Achtelfinal-Sieg gegen die Schweizerin Evelyne Tschopp glänzte sie gleich golden.

Am Montag finden sämtliche 14 Medaillenentscheidungen ohne Schweizer Beteiligung statt. Ebenfalls noch auf ihr erstes Edelmetall warten Deutschland und Österreich.

(SDA)


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