Steinadler provoziert im Wallis Stromausfall

Ein junge Steinadler verbrannte sich Rücken und Flügel, weil er eine Hochspannungsleitung touchierte (Foto vom Walliser Amt für Jagd, Fischerei und Wildtiere zur Verfügung gestellt).
Ein junge Steinadler verbrannte sich Rücken und Flügel, weil er eine Hochspannungsleitung touchierte (Foto vom Walliser Amt für Jagd, Fischerei und Wildtiere zur Verfügung gestellt). © Service cantonal de la chasse, de la pêche et de la faune
Ein Steinadler hat am Montag in einem Teil des Mittelwallis einen rund einstündigen Stromausfall provoziert. Immer wieder werden Hochspannungsleitungen zu Todesfallen für Vögel.

Dominique Barras, Direktor der Energiewerke Sitten, bestätigte am Freitag einen Bericht der Tageszeitung “Nouvelliste”, dass in der Nähe der Elektrizitätsfabrik in Ayent ein toter Adler gefunden wurde.

Das rund einjährige Jungtier hatte Verbrennungen am Rücken und an den Flügeln. Deshalb ist davon auszugehen, dass der Vogel mit seinen Flügel von gesamthaft zwei Metern Spannweite eine Hochspannungsleitung berührte.

Hochspannungsleitungen können zu eigentlichen Todesfallen für Vögel werden. Im Wallis sind laut einer Schätzung der Vogelwarte gemäss den vom Bund festgelegten Kriterien etwa 1500 Strommasten gefährlich für Vögel. Sie liessen sich mit wenig Aufwand und einfachen Massnahmen sanieren, wie Alain Jacotet, Mitarbeiter der Vogelwarte, erklärte.

(SDA)


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