Steingruber patzt am Boden, Springreiter im Hintertreffen

Giulia Steingruber bricht die Saison ab.
Giulia Steingruber bricht die Saison ab. © KEYSTONE/Peter Klaunzer
Derweil sich Giulia Steingrubers Traum von einer zweiten Olympia-Medaille nicht erfüllt, geraten die Schweizer Springreiter nach dem ersten Teil des Teamwettkampfs ins Hintertreffen.

Die Chance für Giulia Steingruber, eine Medaille zu gewinnen, war im Vorfeld der Spiele in Rio de Janeiro am Boden höher eingestuft worden als in ihrer (einstigen) Paradedisziplin Sprung. Entsprechend gross waren die Hoffnungen auf einen zweiten Coup gewesen. Doch zwei Tage nach dem Gewinn von Bronze beim Sprung passte nicht mehr viel zusammen. Die St. Gallerin patzte gleich zweimal, so dass in der Endabrechnung nur Platz 8 blieb. Später im House of Switzerland meinte Steingruber: “Das Positive der Bronzemedaille überwiegt, ich freue mich extrem.”

Im Hintertreffen liegen nach dem ersten Teil des Teamwettkampfs die Schweizer Springreiter. Das Quartett mit Janika Sprunger, Romain Duguet, Martin Fuchs und Steve Guerdat steigt heute Nachmittag mit dem Handicap von acht Punkten in den entscheidenden zweiten Umgang.

Mujinga Kambundji schied in den Halbfinals über 200 m erwartungsgemäss aus. Die Bernerin erreichte im ersten Heat in 22,83 Sekunden Rang 6.

Ein Jahr nach seinem WM-Titel gewann der Kanadier Derek Drouin im Hochsprung auch olympisches Gold. Über 1500 m bei den Frauen setzte sich die Kenianerin Faith Kipyegon vor der Weltmeisterin und Weltrekordhalterin Genzebe Dibaba aus Äthiopien durch. Olympiasieger im Hürdensprint wurde der Jamaikaner Omar McLeod.

Eine grosse Enttäuschung setzte es im Maracanã für die ambitionierten brasilianischen Fussballerinnen ab. Sie verpassten nach einer Halbfinal-Niederlage im Penaltyschiessen das Spiel um Olympia-Gold. Im Final vom Freitag stehen sich die überraschenden Schwedinnen und Deutschland (2:0 gegen Kanada) gegenüber.

Am Reck krönte Fabian Hambüchen mit dem ersten Olympiasieg seine eindrückliche Karriere als Kunstturner. Der 28-jährige Deutsche, der 2008 Bronze und 2012 Silber gewonnen hatte, wurde seiner Favoritenrolle gerecht und siegte vor Danell Leyva aus den USA.

Eine spezielle Geschichte lieferte der letzte Abend der olympischen Bahn-Wettkämpfe. Zuerst setzte sich im Omnium der Frauen die grosse Favoritin Laura Trott durch. Eineinhalb Stunden später jubelte die Britin gleich noch einmal, denn ihr Verlobter Jason Kenny überquerte im Keirin als Erster die Ziellinie.

(SDA)


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