Storchen-Sterben in Pfyn

Ein Jungstorch im Horst.
Ein Jungstorch im Horst. © Keystone / Carsten Rehder
Im thurgauischen Pfyn ist der gesamte Storchennachwuchs gestorben. Grund ist das nasse Wetter der letzten Tage. Die Jungvögel besitzen noch kein Deckgefieder, das sie vor der Kälte schützt.

Es war kein schöner Anblick für den Regionsleiter Ostschweiz von Storch Schweiz, Daniel Schedler. Er entdeckte in den letzten Tage in den Horsten viele tote Jungstörche. “In Pfyn sind alle Jungstörche erfroren”, sagt Schedler gegenüber der “Thurgauer Zeitung”. Der Flaum der Jungtiere hat die Nässe bei dem andauernden Regen regelrecht aufgesaugt. Und in diesem Fall besitzen die Tiere dann kein Deckgefieder, das sie vor der Kälte schützt.

Ganz junge Störche nicht akut gefährdet

Betroffen sind laut Daniel Schedler vor allem Störche, die rund fünf Wochen alt sind. Weniger gefährdet seien frisch geschlüpfte Küken, da die Eltern oft auf ihnen sitzen. Die toten Tiere werden meistens von den Eltern aus dem Nest geworfen.

Keine Panik

Den Teufel an die Wand malen will Schedler nun aber nicht. Eine Gefahr für die ganze Storchenpopulation sieht er nicht. In Güttingen beispielsweise haben alle Jungstörche überlebt. “Der Mai ist ein heikler Monat. Natürlich sind die toten Jungvögel kein schöner Anblick. Aber das ist halt die natürliche Selektion”, so der Regionsleiter Ostschweiz von Storch Schweiz.

(uli)


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