Streit um Auftritt von US-Popstar Adam Lambert in Singapur

Der schwule US-Sänger Adam Lambert soll an der grossen Silvesterparty in Singapur auftreten - zum Missfallen konservativer Christen. (Archivbild)
Der schwule US-Sänger Adam Lambert soll an der grossen Silvesterparty in Singapur auftreten - zum Missfallen konservativer Christen. (Archivbild) © Keystone
US-Popstar Adam Lambert entzweit die Gesellschaft im steifen Stadtstaat Singapur. Wegen seiner schrillen Auftritte – ein heisser Kuss auf der Bühne für den Mann am Keyboard etwa – ist ein Streit über seinen geplanten Auftritt bei der grossen Silvesterparty entbrannt.

Der Sänger, der bei der Castingshow “American Idol” 2009 den zweiten Platz gewann, ist homosexuell. Im südostasiatischen Singapur mit 5,4 Millionen Einwohnern steht Sex unter Männern laut Gesetzbuch noch unter Strafe, auch wenn die Behörden in der Praxis keine Anklagen erheben.

Eine konservative christliche Organisation will, dass Lambert ausgeladen wird und hat bis Sonntag fast 20’000 Unterschriften gesammelt. “Sein sexualisierter Lebensstil entspricht nicht den singapurischen Grundwerten”, heisst es darin.

Eine Gegenpetition hat gut 24’000 Unterschriften vereint, mit dem Argument: “Wir wollen der Welt zeigen, dass Singapur Diskriminierung verabscheut und für Inklusion ist.” Lambert sagt dazu: “Ich feiere mit meinem Auftritt die ganze Menschheit in aller Schattierungen. Ich bin einer, der vereint, nicht spaltet.”

(SDA)


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