Streit um Kosten für Raketenabwehrsystem

US-Soldaten beim Aufbau des Raketenabwehrsystems auf einem Golfplatz in Südkorea.
US-Soldaten beim Aufbau des Raketenabwehrsystems auf einem Golfplatz in Südkorea. © KEYSTONE/AP Yonhap/SHON HYUNG-JOO
Zwischen den USA und Südkorea gibt es Streit um die Kosten für den Aufbau eines Raketenabwehrsystems in dem ostasiatischen Land: US-Präsident Donald Trump forderte die südkoreanische Regierung am Donnerstag auf, die Kosten von einer Milliarde Dollar zu tragen.

«Ich habe Südkorea darüber informiert, dass es angemessen wäre, wenn sie zahlen», sagte Trump der Nachrichtenagentur Reuters in einem Interview. Die Regierung in Seoul wies die Forderung am Freitag zurück.

Die Aufteilung der Kosten sei in dem Abkommen zur US-Militärpräsenz in Südkorea klar geregelt, erklärte das Verteidigungsministerium. Südkorea stelle das Gelände und die Infrastruktur für das Raketenabwehrsystem zur Verfügung, die USA zahlten für Stationierung und Betrieb. Diese «Ausgangsposition» bleibe unverändert, erklärte das Ministerium.

Die Stationierung des Raketensystems war im vergangenen Jahr angekündigt worden. Das System Terminal High Altitude Area Defense (THAAD) soll Kurz- und Mittelstreckenraketen in der letzten Flugphase zerstören können.

Am Mittwoch begannen die USA mit dem Aufbau des Systems: Erste Teile wurden auf einen früheren Golfplatz 250 Kilometer südlich von Seoul gebracht. Nach Angaben von hochrangigen US-Beamten wird das System binnen weniger Tage einsatzfähig sein.

Die USA und Südkorea hatten sich angesichts der verstärkten nordkoreanischen Raketentests darauf geeinigt, das THAAD-System in Südkorea aufzubauen. Sie setzten sich damit über Einwände Chinas und Russlands hinweg. Peking betrachtet den Raketenschild als Gefahr für die regionale Sicherheit.

(SDA)


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