Sturmböen halten Feuerwehren auf Trab

Tief "Susanna" sorgt auch am Dienstag in Teilen der Schweiz für Sturmböen. (Archiv)
Tief "Susanna" sorgt auch am Dienstag in Teilen der Schweiz für Sturmböen. (Archiv) © KEYSTONE/EPA/OLIVIER HOSLET
Die starken Winde halten Polizei und Feuerwehren seit Montag auf Trab. Mit dem Tief “Susanna” kamen im Verlaufe des Dienstags erneut stürmische Winde auf. Die Solothurner Fasnacht fand deshalb ohne Wagen statt und in Schwyz wurde das Feuerwerk abgesagt.

Bei der Kantonspolizei Bern gingen rund 30 Meldungen wegen des Sturms ein. In Lyssach wurde am Montagabend ein Chauffeur verletzt. Sein Lieferwagen war frontal mit einem umgestürzten Baum kollidiert. Ein Ambulanzteam brachte ihn ins Spital. Bereits am Montagmittag war ein Autofahrer im Simmental verletzt worden. Ein Baum war auf seinen Wagen gestürzt.

Die Feuerwehren und die Polizei standen auch in den beiden Basel im Einsatz. In Basel-Stadt fiel unter anderem eine Glasscheibe von einem Gebäude und beschädigte ein parkiertes Auto. Zudem wurden drei Bauabschrankungen, zwei WC-Häuschen und eine mobile Baustellenampel umgeweht. Über verletze Personen war in beiden Basel zunächst nichts bekannt.

Die starken Winde hatten auch Einfluss auf den Betrieb am Flughafen Basel-Mühlhausen. Bis Dienstagnachmittag fielen insgesamt elf Starts und Landungen aus, wie eine Sprecherin des EuroAirports auf Anfrage sagte. Zehn davon am Montag.

Ein Flug aus Belgrad wurde nach Zürich umgeleitet. Die anderen Flüge kehrten an ihren Ausgangspunkt zurück oder wurden vor dem Start annulliert. In der Folge fielen auch Abflüge ab Basel aus. Aufgrund der Winde flogen 23 Linienflugzeuge den Flughafen aus Osten über die französische Grenzstadt Saint-Louis auf die Piste 26 an.

Im Kanton Graubünden musste die Bahnlinie Chur-Arosa wegen umgestürzter Bäume unterbrochen werden. Das meldete die Rhätische Bahn am Dienstag in einer Mitteilung.

Im Kanton Solothurn verzeichnete die Alarmzentrale am Dienstag zehn Meldungen, die in Zusammenhang mit dem starken Wind standen. Gemeldet wurden umgestürzte Bäume und abgebrochene Äste, die teilweise auf die Fahrbahnen fielen.

Weil für Dienstagnachmittag erneut auffrischende Winde angekündigt waren, entschieden die Organisatoren des Solothurner Fasnachtsumzuges, dass die Zünfte ihre Wagen mit den Sujets nicht mitführen dürfen. Die Organisatoren befürchteten, dass diese von Windböen umgerissen werden könnten.

Auch in Schwyz müssen die Fasnächtler dieses Jahr auf einen Höhepunkt verzichten: Das traditionelle Abbrennen des Blätz am Dienstagabend auf dem Hauptplatz sowie das jährliche Feuerwerk wurden abgesagt. Grund ist die Warnung vor starken Winden.

Nach dem Sturm “Ruzica”, der am Montag für turbulente Zeiten gesorgt hatte, zog im Verlauf des Dienstags das Sturmtief “Susanna” von der Bretagne in Richtung Ostsee. Gemäss MeteoSchweiz gilt insbesondere in der Westschweiz und in der Deutschschweiz noch bis Mittwochmorgen um 6 Uhr die Warnstufe 3.

Das bedeutet: Starker Sturm in den tiefen und mittleren Lagen mit Böen von 90 bis 110 Kilometern pro Stunde. Verschiedene Kantonspolizeien, etwa jene von Solothurn und Basel, raten derzeit von Waldspaziergängen ab.

(SDA)


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