Suu Kyi nominiert Weggefährten für Amt des Präsidenten in Myanmar

Parteichefin Aung San Suu Kyi kann nicht selbst als Präsidentin Myanmars kandidieren, sie bestimmte nun aber zwei Kandidaten. Das Militär bestimmt den dritten. (Archivbild)
Parteichefin Aung San Suu Kyi kann nicht selbst als Präsidentin Myanmars kandidieren, sie bestimmte nun aber zwei Kandidaten. Das Militär bestimmt den dritten. (Archivbild) © KEYSTONE/EPA/HEIN HTET
In Myanmar hat die Partei von Friedensnobelpreisträgerin Aung San Suu Kyi ihre beiden Kandidaten für das Präsidentenamt nominiert. Es sind Htin Kyaw, Direktor einer Wohltätigkeitsorganisation, und Henry Van Thio, ein Abgeordneter der ethnischen Minderheit der Chin.

Die Entscheidung fiel am Donnerstag. Ein weiterer Kandidat wird von den Militärabgeordneten nominiert, die in beiden Häusern des Parlaments je 25 Prozent der Sitze haben. Htin Kyaw ist ein alter Weggefährte Suu Kyis und hat wie sie in Oxford studiert.

Die Abgeordneten stimmen voraussichtlich kommende Woche ab, wer von den drei Kandidaten Präsident wird. Das Amt ist Suu Kyis Partei, der Nationalliga für Demokratie (NLD), sicher, weil sie die absolute Mehrheit in beiden Häusern hat. Die beiden anderen Kandidaten werden Vizepräsidenten. Suu Kyi selbst kann laut Verfassung nicht kandidieren, will aber die Regierungsgeschäfte führen.

(SDA)


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