SVP kann bei Grossratswahlen im Thurgau nur leicht zulegen

Gespanntes Warten auf das Resultat: Politinteressierte in Frauenfeld.
Gespanntes Warten auf das Resultat: Politinteressierte in Frauenfeld. © sda
Bei den Gesamterneuerungswahlen in den Grossen Rat des Kantons Thurgau hat die dominierende SVP nur leicht zugelegt – auf Kosten der BDP. Im Aufwind ist die FDP, die zur zweitstärksten Partei aufsteigt. Leicht verloren haben SP und CVP.

Die SVP legte gegenüber den letzten Wahlen vor vier Jahren 3 Sitze zu und kommt neu auf 44 Sitze. Einer der drei Sitze wanderte durch den Wechsel eines glp-Vertreters bereits während der Amtsperiode zur SVP. Ihr Zugewinn beträgt also genau genommen lediglich 2 Sitze.

Der Wähleranteil der SVP liegt neu bei 32,6 Prozent (2012: 30,8 Prozent). Das ist weniger als vor acht Jahren, als die Thurgauer SVP noch 51 Sitze einen rekordhohen Wähleranteil von 36 Prozent besass.

Die BDP verliert 2 Sitze – halb soviele wie die erste Hochrechnung der Thurgauer Staatskanzlei am Sonntag kurz nach dem Mittag prognostiziert hatte – und kommt noch auf 3 Sitze. Die FDP, die in vier der fünf Bezirke Listenverbindungen mit der SVP hatte, gewinnt 2 Sitze und wird mit 20 Sitzen und einem Wähleranteil von 15,6 Prozent (2012: 14,2 Prozent) zweitstärkste Partei.

Ebenfalls auf 20 Sitze kommt die CVP. Sie verlor einen Sitz, ihr Wähleranteil sank von 14,2 auf 13,4 Prozent. 2 Sitze verloren hat die SP. Sie hat noch 17 Sitze und einen Wähleranteil von 13,1 Prozent (2012: 13,4 Prozent). Ihre 9 Sitze halten kann die Grüne Partei, deren Wähleranteil leicht auf 7,4 Prozent sank.

Nicht so stark verloren wie bei den Wahlen Ende Februar im Kanton St. Gallen haben die Kleinparteien. Die BDP verlor aber ihre Fraktionsstärke. Die EDU verlor einen Sitz und hat neu noch 5 Sitze. Die EVP konnte ihre 5 Sitze halten.

Die Grünliberalen, die wegen des Übertritts einen Sitz an die SVP abgeben mussten, konnten gegenüber der aktuellen Sitzzahl sogar zwei Sitze zulegen und haben neu 7 Mandate im Kantonsparlament. Bei den Nationalratswahlen im Herbst hatte die glp ihren vier Jahre zuvor gewonnen Nationalratssitz wieder an die FDP abgeben müssen.

Viel geändert hat sich nach den Wahlen vom Sonntag im 130-köpfigen Thurgauer Grossen Rat nicht. Mit Abstand stärkste Kraft ist seit vielen Jahren die SVP, die bisher 42 Sitze hatte. Eng aufeinander folgten die CVP, SP und FDP.

Gerade halb so viele Parlamentarier wie die SVP stellte die CVP als zweitstärkste Partei mit 21 Sitzen. Auf Platz drei lag bisher die SP mit 19 Sitzen, dicht gefolgt von der FDP mit 18 Sitzen. Nun zieht die FDP mit 20 Sitzen mit der CVP gleich, gefolgt von der SP mit 17 Sitzen.

Die Thurgauer Regierung wurde bereits am 28. Februar gewählt. Sie setzt sich aus 2 SVP-Vertretern und je einem FDP-, CVP- und SP-Vertreter zusammen und hat eine Frauenmehrheit.

(SDA)


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