Die SVP gewinnt die Wahlen

Nach ersten Resultaten und Hochrechnungen zeichnen sich im Nationalrat Sitzgewinne für die SVP ab. Die FDP muss in manchen Kantonen Sitze abgeben, in anderen stehen ihre Chancen gut. (Symbolbild)
Nach ersten Resultaten und Hochrechnungen zeichnen sich im Nationalrat Sitzgewinne für die SVP ab. Die FDP muss in manchen Kantonen Sitze abgeben, in anderen stehen ihre Chancen gut. (Symbolbild) © Keystone
Die SVP geht als klare Siegerin aus den Nationalratswahlen hervor. Sie gewann 11 Sitze und kommt damit auf den historischen Höchststand von 65 Mandaten. Zusammen mit der FDP und kleinen Rechtsparteien hat die SVP neu eine Mehrheit.Die SP büsst drei Sitze ein und hat noch 43 Mandate.

Die FDP kommt mit drei Sitzgewinnen neu auf 33 Vertreterinnen und Vertreter. Die CVP verliert einen Sitz und kommt noch auf 28 Mandate.

Zu den grossen Wahlverlierern gehören die Sieger der Wahlen 2011. Hart traf es die Grünliberalen, welche 5 ihrer Deputierten einbüssten und noch 7 Sitze haben. Die BDP, die Partei von Finanzministerin Eveline Widmer-Schlumpf erzielte 7 Sitze, minus zwei. Federn lassen mussten ausserdem die Grünen. Sie verloren 5 Mandate und kommen noch auf 10.

Die EVP hat weiter zwei Sitze, ebenso wie die Lega. Das Genfer Mouvement Citoyen Genevois behält seinen Sitz. Zusammen mit der Lega und dem Genfer Mouvement ist demnach die rechtsbürgerliche Mehrheit aus SVP und FDP im Nationalrat mit 101 Stimmen Tatsache. Die Wahlbeteiligung lag gemäss Hochrechnung bei 49 Prozent, 0,5 Punkte höher als 2011 und so hoch wie seit 1975 nicht mehr.

In mehreren Kantonen gewannen sowohl die SVP als auch die FDP. In Zürich, Aargau und St. Gallen erhalten die Parteien je einen zusätzlichen Sitz. Das zulasten von Grünen, GLP, BDP und SP. In Zürich konnte indes auch die SP zwei Sitze erobern.

In anderen Kantonen gewann entweder die SVP oder die FDP. Im Kanton Bern, wo ein Sitz weniger zu vergeben war, errang die SVP einen zusätzlichen Sitz. Neu gewählt wurde Erich Hess. Die BDP und die Grünen verloren je einen Sitz. In Luzern konnte die SVP auf Kosten der GLP einen Sitz erobern, in den Kantonen Freiburg und Wallis auf Kosten der SP.

Im Kanton Waadt gewann die FDP einen Sitz zu Lasten der SP. In Genf eroberte die FDP einen Sitz der Grünen und im Thurgau einen der Grünliberalen. Einen Sitz gewonnen hat im Wallis auch die CVP. In den Kantonen Appenzell Ausserrhoden und Uri, die je einen Nationalrat stellen, gewann die SVP auf Kosten der FDP.

Erfolge feiern konnten auch kleine Linksparteien. BastA! errang in Basel-Stadt einen Nationalratssitz zulasten der CVP. Die LDP (Liberaldemokratische Partei) verdrängte zudem die FDP. Im Kanton Neuenburg hat sich die Partei der Arbeit (PdA) den Nationalratssitz der Grünen geschnappt.

Im Kanton Solothurn, der dieses Mal einen Sitz weniger zu vergeben hatte, muss die CVP einen Sitzverlust hinnehmen. Im Kanton Tessin kommt es lediglich zu einen Wechsel innerhalb der SVP.

Keine Sitzverschiebungen gibt es in den Kantonen Appenzell Innerrhoden, Obwalden, Nidwalden, Zug, Schaffhausen, Jura, Baselland sowie Glarus, wo BDP-Präsident Martin Landolt die Wiederwahl trotz des SP-Herausforderers schaffte.

Etliche amtierende Nationalrätinnen und Nationalräte sind abgewählt worden, unter ihnen bekannte Köpfe wie SP-Fraktionschef Andy Tschümperlin in Schwyz, die Grüne Aline Trede in Bern und SVP-Vertreter Christoph Mörgeli in Zürich.

Mit dem 20. Platz reichte es Mörgeli nicht in die 12-köpfige Abordnung seiner Partei. Ebenfalls jüngeren Kräften Platz machen müssen Hans Fehr und Ernst Schibli. Insgesamt sind sechs Neue in der Zürcher SVP-Deputation.

Dafür gelang in Zürich zwei Quereinsteigern auf Anhieb der Sprung in die grosse Kammer. Für die SVP wurde “Weltwoche”-Chefredaktor Roger Köppel mit dem Spitzenresultat gewählt. Für die SP gelang dem Ex-Diplomaten Tim Guldimann das selbe Kunststück.

Mit Magdalena Martullo-Blocher gelang in Graubünden ebenfalls einer Quereinsteigerin der Einzug ins Parlament. Die Tochter von alt Bundesrat Christoph Blocher sicherte ihrer Partei einen Sitzgewinn zulasten des Grünliberalen Josias Gasser.

(SDA)


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