SVP wird wohl erneut scheitern

Bruno Damann, Marc Mächler, Herbert Huser und Andreas Graf (von links) wollen in die Regierung.
Bruno Damann, Marc Mächler, Herbert Huser und Andreas Graf (von links) wollen in die Regierung. © Michel Canonica/St.Galler Tagblatt
Die bisherigen Regierungsmitglieder im Kanton St.Gallen gelten als unbestritten. Im Kampf um die beiden freien Sitze dürfte die SVP erneut scheitern, obwohl sie die wählerstärkste Partei im Kanton ist.

Die fünf bisherigen St.Galler Regierungsmitglieder Beni Würth (CVP), Martin Klöti (FDP), Stefan Kölliker (SVP), Heidi Hanselmann (SP) und Fredy Fässler (SP) dürften die Wiederwahl am 28. Februar im ersten Wahlgang schaffen. Spannender wird der Kampf um die beiden frei gewordenen Sitze. Finanzchef Martin Gehrer (CVP) und Bauchef Willi Haag (FDP) stellen sich nicht mehr zur Wahl.

Damann und Mächler bereits im ersten Wahlgang?

Um diese beiden Sitze bewerben sich vier Kandidaten: Bruno Damann (CVP), Marc Mächler (FDP), Herbert Huser (SVP) und Andreas Graf (Parteifrei). Gemäss einer Umfrage der Zürcher Forschungsstelle Sotomo im Auftrag des St.Galler Tagblatt zeigt, dass Damann und Mächler die Sitze für ihre Parteien womöglich bereits im ersten Wahlgang verteidigen könnten – sie liegen knapp über dem absoluten Mehr.

Huser nicht unumstritten

Keine guten Karten hat Herbert Huser. Er liegt in der Umfrage sogar noch hinter dem Resultat, das SVP-Mann Michael Götte vor vier Jahren im ersten Wahlgang erzielt hatte. Huser ist ausserhalb der eigenen Partei zu wenig bekannt und auch innerhalb der SVP nicht unumstritten. Ob die schlechten Umfragewerte des St.Galler SVP-Parteipräsidenten Huser zudem mit einer Kampagne gegen ihn zusammenhängen, lässt sich nicht sagen. Klar ist lediglich, dass die Aussicht der SVP auf einen zweiten Sitz in der St.Galler Regierung im ersten Wahlgang nicht rosig sind.

SVP-Initiative könnte entscheiden

Die SVP könnte aber von einer ungewöhnlich hohen Stimmbeteiligung dank der Durchsetzungsinitiative profitieren. Schafft sie es, ihre Anhänger zu mobilisieren und nebst dem Ja zur SVP-Initiative auch die Stimme für Huser einzuwerfen, könnte eine Überraschung drinliegen. Für mehr als einen zweiten Wahlgang wird es voraussichtlich aber auch dann nicht reichen, da auch die DSI-Gegner zahlreich an die Urnen gehen werden.

Keine Chancen werden Andreas Graf eingeräumt. Nicht nur liegt er bei der Umfrage weit hinter den anderen Kandidaten zurück, auch ist er im Kanton kaum bekannt.

(rr)


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