“Swiss Army”-Schokolade muss einen neuen Namen suchen

Die echte Schweizer Militär-Schokolade bleibt ohne Konkurrenz. Die Firma Star Trade darf ihre Schokolade nicht mehr mit der Aufschrift "Swiss Army" bewerben. (Archiv)
Die echte Schweizer Militär-Schokolade bleibt ohne Konkurrenz. Die Firma Star Trade darf ihre Schokolade nicht mehr mit der Aufschrift "Swiss Army" bewerben. (Archiv) © Keystone/CHRISTIAN BEUTLER
Die Firma Star Trade darf ihre Schokolade nicht mehr mit der Aufschrift “Swiss Army” bewerben. Das Bundesamt für Rüstung (armasuisse) hat sich vor dem Handelsgericht Bern erfolgreich gegen die unrechtmässige Verwendung der Marke gewehrt.

Der Fall habe Signalwirkung im Hinblick auf weitere Verletzungen der Militärmarke des Bundes, schreibt die armasuisse in einer Mitteilung vom Freitag.

Star Trade will ihre Schokolade künftig mit dem gleichen Design aber unter dem Namen “Royal Army” verkaufen, wie Teilhaber und Geschäftsführer Peter Looser gegenüber der Nachrichtenagentur sda sagte. Der Namenswechsel sei ein grosser Nachteil. Schliesslich sei die Marke “Swiss Army” weltbekannt. Letztes Jahr habe man knapp 250’000 Schokoladen verkauft, unter anderem an die Armee in Estland.

Mit einem Lizenzvertrag hätte die Firma die Militärmarke weiterverwenden können. Dies sei aber keine Option gewesen, sagte Looser. Die Lizenz sei zu teuer, die Margen auf Schokolade zu klein.

Die armasuisse hat den Auftrag, die Marken “Swiss Army”, “Swiss Military” und “Swiss Air Force” zu schützen und durch Lizenzverträge zu vermarkten. Die armasuisse hat gemäss Mitteilung in den letzten Jahren mit mehreren Schweizer Firmen Lizenzverträge abgeschlossen. Zudem führt sie im In- und Ausland mehrere Prozesse und Verfahren wegen Verletzung der Militärmarke des Bundes.

(SDA)


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