Musste Swiss-Maschine einem US-Spionageflugzeug ausweichen?

Ein Flugzeug der Swiss geriet über dem Japanischen Meer in Gefahr. (Symbolbild)
Ein Flugzeug der Swiss geriet über dem Japanischen Meer in Gefahr. (Symbolbild) © KEYSTONE/Christian Beutler
Russische Medien berichteten heute, dass ein Flugzeug der Swiss am Sonntag über dem Japanischen Meer den Kurs ändern musste. Grund sei ein US-amerikanisches Spionageflugzeug, welches nebst der Swiss-Maschine noch ein anderes Passagierflugzeug in Gefahr brachte.

Dies berichtet heute die russische Nachrichtenseite RT. Der Vorfall soll sich am Sonntag in der Nähe der östlichen russischen Grenze ereignet haben. Das US-Spionageflugzeug des Typs RC-135 soll auf derselben Höhe geflogen sein, welche für Passagierflugzeuge üblich ist. Und es habe nicht auf Funksprüche der Flugsicherung reagiert. “Aus der unprofessionellen Aktion des amerikanischen Flugzeugs entstand die Gefahr einer Kollision mit zivilen Flugzeugen”, lässt sich das russische Verteidigungsministerium auf der Internetseite zitieren.

Zwei Maschinen betroffen

Zwei Passagierflugzeuge waren offenbar gefährdet: Eine Maschine der Swiss auf dem Weg von Japan in die Schweiz und eine Boeing-777 der holländischen KLM. Die Piloten des Swiss-Flugzeugs hatten gemäss Medienbericht sogar “visuellen Kontakt mit einem grossen, viermaschinigen Flugzeug, das in unmittelbarer Nähe geflogen ist”. Beide Flüge mussten daraufhin ihre Flugroute bzw. -höhe ändern.

Swiss gibt Entwarnung

Gemäss einem Bericht auf Blick hat sich die Sache aber halb so dramatisch zugetragen. “Der Swiss-Airbus musste weder seine Route noch die Flughöhe korrigieren”, lässt sich Swiss-Sprecherin Karin Müller zitieren. Die Piloten hätten nicht einmal einen Rapport ausgefüllt, da es sich nicht um einen nennenswerten Vorfall gehandelt habe.

(red)


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