Swiss Olympic will Kandidatur für Winterspiele 2026

"Grünes Licht" vom Sportparlament: Die Schweiz soll eine Olympia-Kandidatur für 2026 ausarbeiten
"Grünes Licht" vom Sportparlament: Die Schweiz soll eine Olympia-Kandidatur für 2026 ausarbeiten © KEYSTONE/MARCEL BIERI
Das Sportparlament von Swiss Olympic macht in Ittigen BE erwartungsgemäss den Weg für eine Schweizer Olympia-Kandidatur im Hinblick auf die Winterspiele 2026 frei.

Drei Jahre nach dem Nein des Bündner Stimmvolks zu den Winterspielen 2022 gaben die Mitglieder des Sportparlaments an einer ausserordentlichen Versammlung im “Haus des Sports” im Beisein von Sportminister Guy Parmelin ohne Gegenstimme grünes Licht, um eine Schweizer Kandidatur für die in zehn Jahren stattfindenden Olympischen Spiele zu entwickeln. Swiss Olympic informierte dabei über die Rahmenbedingungen bezüglich Nachhaltigkeit, denen eine Kandidatur in den Bereichen Politik, Sport, Umwelt, Wirtschaft und Tourismus nachzukommen hat. Mit dem in Ittigen initiierten Kandidatur-Prozess will Swiss Olympic ein Olympia-Projekt entwickeln, das vom ganzen Land getragen wird. Für den Projektierungsprozess wurde vom Sportparlament ein Budget von einer Million Franken gutgeheissen, verteilt über vier Jahre (2016 bis 2019). Es handelt sich dabei um Geld aus den Reserven von Swiss Olympic.

Um im Spätsommer 2017 den Zuschlag auf nationaler Ebene zu erhalten, muss eine Kandidatur folgende Hauptforderungen von Swiss Olympic erfüllen: a) Die “Host City” und die entsprechende Region wie auch die gesamte Schweiz müssen von der Kandidatur stark profitieren. b) Die Kandidatur muss so überzeugend und attraktiv sein, dass sie 2019 anlässlich der 132. Session des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) eine Mehrheit der Stimmen der IOC-Mitglieder auf sich vereinen kann. Schliesslich sei das beste nationale Projekt wertlos, wenn es nicht das Potenzial hat, auf internationaler Ebene erfolgsversprechend zu sein. In den vergangenen Monaten sind an Swiss Olympic mehrere Projekte für Kandidaturen herangetragen worden.

Details zum Nominierungsverfahren auf nationaler Ebene werden am 20. April in Lausanne erläutert. Innerhalb eines Monats müssen sich danach die interessierten Städte respektive Regionen entscheiden, ob sie offiziell an diesem Verfahren teilnehmen wollen. Zwischen Juni und Oktober finden schliesslich vier Workshops statt, bei denen die wichtigsten Voraussetzungen und Anforderungen von Swiss Olympic an eine Kandidatur im Detail erläutert werden.

Erst nach vorhergehenden Volksabstimmungen entscheidet Swiss Olympic, welches Schweizer Kandidatur-Dossier beim IOC eingereicht werden soll. Nur Kandidaturen von Städten und Regionen, in denen Volksabstimmungen im Frühjahr 2017 pro Olympia ausfallen, verbleiben im Nominierungsverfahren.

(SDA)


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