Swiss Re mit mehr Gewinn nach neun Monaten

Swiss Re-Chef Michel Liès kann sich über mehr Gewinn des Rückversicherers nach neun Monaten freuen. (Archiv)
Swiss Re-Chef Michel Liès kann sich über mehr Gewinn des Rückversicherers nach neun Monaten freuen. (Archiv) © KEYSTONE/PHOTOPRESS/DOMINIK BAUR
Der Rückversicherer Swiss Re hat in den ersten neun Monaten kräftig verdient. Trotz etwas geringerer Prämieneinahmen kletterte der Reingewinn um 12 Prozent auf 3,659 Milliarden Dollar.

Davon stammen 1,4 Milliarden Dollar alleine aus dem dritten Quartal, wie der zweitgrösste Rückversicherer der Welt am Donnerstag in einem Communiqué bekannt gab. Alle Geschäftseinheiten hätten zur Steigerung des Gewinns beigetragen.

Das Ergebnis sei insbesondere auf die Disziplin beim Abschliessen von Versicherungsverträgen, eine geringere Schadenbelastung durch Naturkatastrophen sowie auf die Auflösung von Rückstellungen zurückzuführen, hiess es. Zudem sei das Ergebnis im Leben- und Krankenrückversicherungsgeschäft gut gewesen.

Damit hat die Swiss Re die Erwartungen der Finanzgemeinde übertroffen. Analysten hatten gemäss der Nachrichtenagentur AWP im Durchschnitt für das dritte Quartal mit einem Reingewinn von lediglich 899 Millionen Dollar gerechnet.

Das gute Ergebnis kam zustande trotz der Belastungen durch die Explosion, die im August einen Teil der chinesischen Hafenstadt Tianjin zerstörte. Schätzungsweise dürfte für die Swiss Re aus der Katastrophe eine Schadenbelastung von 250 Millionen Dollar entstehen, hiess es weiter.

Da die Lage immer noch unklar und eine eindeutige Beurteilung der Schäden bisher schwierig sei, könnte sich die Schadenbelastung der Swiss Re noch ändern.

Der Schaden durch die Explosion lastete auf dem Ergebnis der grössten Sparte, der Rückversicherung von Sach- und Haftpflichtgeschäften. Hier ging der Gewinn nach neun Monaten von 2,385 Milliarden auf 2,274 Milliarden Dollar zurück.

Das Verhältnis von Schadenleistungen und administrativem Aufwand zum Prämienvolumen (Combined Ratio) verschlechterte sich von 82,7 auf 84,8 Prozent. Unter 100 Prozent ist das Geschäft versicherungstechnisch profitabel.

(SDA)


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