Swisscom mit mehr Gewinn im ersten Quartal

Swisscom-Chef Urs Schaeppi kann sich über mehr Gewinn im ersten Quartal freuen. (Archiv)
Swisscom-Chef Urs Schaeppi kann sich über mehr Gewinn im ersten Quartal freuen. (Archiv) © KEYSTONE/VALERIANO DI DOMENICO
Die Swisscom ist gut ins neue Jahr gestartet. Bei einem praktisch stabilen Umsatz verdiente der grösste Telekomkonzern der Schweiz mehr. Der Betriebsgewinn vor Abschreibungen und Amortisationen (EBITDA) kletterte um 2,9 Prozent auf 1,081 Milliarden Franken.

Unter dem Strich erzielte die Swisscom einen Reingewinn von 364 Millionen Franken. Das sind 3,7 Prozent mehr als im Vorjahr. Als Grund für die Gewinnsteigerung nannte der “Blaue Riese” am Dienstag in einem Communiqué geringere Kosten. So fielen die Kosten für Kundengewinnung und Unterhalt in der Schweiz geringer aus.

Zudem hätten im Vorjahr Währungsverluste das Ergebnis stärker belastet. Der Euro ist gegenüber dem Franken nicht mehr ganz so schwach wie noch Anfangs 2015. Der Umsatz der Swisscom sank ganz leicht um 0,3 Prozent auf 2,885 Milliarden Franken.

Damit hat der Konzern beim Gewinn die Erwartungen der Analysten etwas übertroffen. Die Experten hatten im Schnitt gemäss der Nachrichtenagentur AWP mit einem Umsatz von 2,888 Milliarden Franken und einem EBITDA von 1,034 Milliarden gerechnet. Beim Reingewinn hatten sie 360 Millionen Franken prognostiziert.

Schaeppi: “Solide unterwegs”

“Wir sind solide unterwegs. Angesichts der schwierigen Marktbedingungen bin ich mit dem Geschäftsverlauf zufrieden”, erklärte Konzernchef Urs Schaeppi: “Wir konnten bei Swisscom TV, Breitbandanschlüssen und Fastweb viele Kunden gewinnen, der Umsatz blieb nahezu stabil und der EBITDA stieg dank tieferen Kosten.”

Der zunehmend gesättigte Markt schlägt sich in der Entwicklung des Kundenbestandes nieder. Im Jahresvergleich nahm die Zahl der Mobilfunkanschlüsse um 47’000 oder 0,7 Prozent auf 6,6 Millionen zu. Im ersten Quartal verlor die Swisscom als Folge der Marktsättigung 10’000 Mobilfunkkunden.

Im Fernsehgeschäft stieg der Bestand an TV-Anschlüssen trotz der Konkurrenz durch Kabelnetzbetreiber innert Jahresfrist um 166’000 auf 1,37 Millionen. Im Festnetz konnte das Wachstum bei den TV- und Breitbandanschlüssen die Reduktion bei den Festnetz-Telefonanschlüssen um 153’000 mehr als kompensieren.

Die Swisscom erwartet für das Gesamtjahr 2016 unverändert einen Nettoumsatz von über 11,6 Milliarden Franken und einen EBITDA von rund 4,2 Milliarden Franken.

(SDA)


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