Swissmem rechnet mit weiterem Stellenabbau

Mitarbeiterin in der Metallbauindustrie bei der Arbeit: Laut Swissmen droht der Branchen ein weiterer Stellenabbau.
Mitarbeiterin in der Metallbauindustrie bei der Arbeit: Laut Swissmen droht der Branchen ein weiterer Stellenabbau. © KEYSTONE/GAETAN BALLY
Die Maschinen-, Elektro- und Metallindustrie ächzt unter dem starken Franken: Die Aufträge brechen weg, die Umsätze ein. Stellen werden abgebaut oder verlagert. Hinweise, dass die Talsohle erreicht ist, gebe es kaum, schreibt Swissmem in einer Mitteilung vom Freitag.

Der Verband der MEM-Industrie rechnet in den kommenden Monaten mit einem weiteren Stellenabbau. Viele Betriebe stünden derzeit vor der Frage, welche industriellen Tätigkeiten in der Schweiz noch wirtschaftlich betrieben werden können, schreibt der Verband. Arbeiten mit geringer Wertschöpfung hätten einen zunehmend schweren Stand. Durch die Überbewertung des Frankens werde dieser Strukturwandel beschleunigt.

Neue Zahlen von Swissmem zeigen die konkreten Auswirkungen für die Branche: Zwischen Januar und September sanken die Auftragseingänge um rund 14 Prozent. Die Umsätze gingen im gleichen Zeitraum um 7 Prozent zurück. Dazu kommt der Druck auf die Marge. Über ein Drittel der Unternehmen rechne für 2015 mit einem operativen Verlust, schreibt Swissmem.

(SDA)


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