Mutmasslicher Täter ist Juniorentrainer, Hundefan und Einzelgänger

Mutmasslicher Täter ist Juniorentrainer, Hundefan und Einzelgänger
© Keystone/PATRICK B. KRAEMER
Die Polizei hat den brutalen Vierfachmord von Rupperswil geklärt. Beim mutmasslichen Täter handelt es sich um einen 33-jährigen Studenten und Einzelgänger, der Hunde liebt und als Juniorentrainer aktiv war. Er plante weitere Taten.

Weitere Details über den mutmasslichen Täter werden bekannt. Gemäss “Aargauer Zeitung” deutet alles daraufhin, dass der Täter gemeinsam mit seiner Mutter nur 500 Meter neben dem Tatort gelebt hat. Der 33-jährige Schweizer soll ein Hundeliebhaber sein und zwei Huskies besitzen. Zudem sei er in den letzten Jahren im Juniorenfussball aktiv gewesen. Er habe ein Jugendteam eines Vereins aus der Region trainiert. Am Mittwoch noch soll er bei einem Fussballspiel gecoacht haben.

Wie der “Tagesanzeiger” schreibt, sei er im Dorf nicht gross aufgefallen. Bewohner beschreiben ihn als introvertiert und zurückhaltend. Er sei ein Einzelgänger gewesen. Bekannte zeigen sich überrascht, dass er der brutale Vierfachmörder sein soll.

Über die mögliche Täterschaft ist in den vergangenen Monaten viel spekuliert worden. Jetzt, wo klar geworden ist, dass es sich weder um die Mafia noch um Kriminaltouristen handelt, ist Rupperswil geschockt – dass “einer von ihnen” für die Tat verantwortlich ist. Gegenüber der “Aargauer Zeitung” sagte Thomas Knecht, Leitender Arzt Forensische Psychiatrie, der mutmassliche Täter habe vermutlich eine “charmante Fassade” gezeigt – “ein Deckmänteli für das, was darunter liegt”.

Weitere Taten geplant

Am Freitagnachmittag hatte die Polizei gemeinsam mit der Staatsanwaltschaft vor den Medien bekannt gegeben, dass der 33-Jährige am Donnerstag verhaftet worden sei. Der Mann habe die Tat gestanden.

Der mutmassliche Täter, der als Student eingetragen ist, war nicht vorbestraft und weist keinen Migrationshintergrund auf. Er kannte seine Opfer offenbar nicht.

Die Polizei hatte ihn im Visier. Als sich die Hinweise verdichteten, dass es sich um den Täter handelt, griff die Polizei am Donnerstag nach 72-stündiger Vorbereitungsarbeit zu. Sie konnte so weitere Taten verhindern, die offenbar geplant waren.

Kehlen durchgeschnitten

Der Täter hatte sowohl finanzielle wie auch sexuelle Motive. Er hatte das Haus schon am frühen Morgen des 21. Dezembers 2015 beobachtet. Als der Lebensgefährte der später ermordeten Frau zur Arbeit fuhr, drang er ins Haus ein. Dort zwang er den jüngeren Sohn, seinen Bruder und dessen Freundin zu fesseln. Dann zwang er die Frau, an zwei Bancomaten Geld abzuheben. Später fesselte er auch die Frau und den jüngeren Sohn und verging sich an ihnen.

Nachdem er der Mutter, den beiden Söhnen und der Freundin des älteren Sohnes die Kehlen durchgeschnitten hatte, legte er im Haus Feuer und machte sich unerkannt davon.

(red/sda)


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