Team Canada schlägt HCD dank spektakulärer Wende

Kanadas Siegtorschütze Conacher (links) im Duell mit HCD-Schäpfer
Kanadas Siegtorschütze Conacher (links) im Duell mit HCD-Schäpfer © KEYSTONE/SPENGLER CUP/GIAN EHRENZELLER
Dank einer spektakulären Wende in den letzten fünf Minuten erreichte das Team Canada erstmals seit vier Jahren den Final des Spengler-Cup. Cory Conacher erzielte gegen den HCD das 6:5-Siegestor. Der HC Davos führte in diesem Spiel nach 27 Minuten 4:1 und nach 55 Minuten immerhin noch 5:4.

Doch im Mitteldrittel schafften die Nordamerikaner zunächst innerhalb von elf Minuten den Ausgleich zum 4:4. Und nach dem erneuten Rückstand kehrten die NLA-Söldner Alexandre Giroux (Ambri-Piotta) und Cory Conacher (SC Bern) das Blatt dann definitiv für das Team Canada. Diese beiden Tore fielen innerhalb von 65 Sekunden.

Die Kanadier hatten 2012 mit einem NHL-Lockout-Dream-Team letztmals den Spengler-Cup gewonnen. In den letzten beiden Jahren scheiterten sie in den Halbfinals jeweils an Genève-Servette. Nun stehen sie zum 22. Mal im Final.

Der HCD-Trainer Arno Del Curto dagegen verpasste bei der 20. Turnierteilnahme den zwölften Final. Und somit kommt es mit Sicherheit auch nicht zum ersten Schweizer Endspiel seit 1945. Gregory Sciaroni, der später mit einer Handgelenksverletzung ausschied sowie Sven Ryser, Alexandre Picard, Félicien DuBois und Perttu Lindgren schossen die Tore für die Bündner.

Die Davoser zeigten im ersten Drittel die beste Leistung am diesjährigen Spengler-Cup. Innerhalb von zwölf Minuten schossen sie drei Tore, nachdem sie im Gruppenspiel gegen die Kanadier noch gänzlich leer ausgegangen waren.

Mitentscheidend für die Wende zugunsten der Kanadier war die Phase unmittelbar nach dem vierten Davoser Treffer. Der Drei-Tore-Vorsprung währte nur gerade 22 Sekunden. Ein Spiel das zumindest vorentschieden schien, wurde mit dem zweiten kanadischen Tor durch Chris DiDomenico (28.) neu lanciert und endete mit der späten und spektakulären Wende des Team Canada.

Team Canada – Davos 6:5 (1:3, 3:1, 2:1)

6300 Zuschauer (ausverkauft). – SR Kimmerly (Ka)/Stricker, Kovacs/Küng. – Tore: 7. (6:16) Sciaroni (Ausschluss Carrick) 0:1. 7. (6:39) Ryser 0:2. 10. Pyatt (Sheppard, Bergeron/Ausschluss Corvi) 1:2. 19. Alexandre Picard II (Moss, Setoguchi) 1:3. 27. (26:43) Du Bois (Walser, Koistinen) 1:4. 28. (27:05) DiDomenico (Pyatt, Sheppard) 2:4. 30. Ellison (Ausschluss Du Bois) 3:4. 39. Ellison (Conacher, Ellerby) 4:4. 48. Lindgren (Marc Wieser) 4:5. 56. (55:26) Giroux (D’Agostini, Lombardi) 5:5. 57. (56:31) Conacher (Ellison, Roy) 6:5. – Strafen: 3mal 2 Minuten gegen das Team Canada, 7mal 2 Minuten gegen Davos.

Team Canada: Glass (ab 27. Climie); Johnson, Aulie; Alexandre Picard I, Bergeron; Cundari, Carrick; Vukovic, Ellerby; Emmerton, Malhotra, Paillé; Pyatt, Sheppard, DiDomenico; A’Agostini, Lombardi, Giroux; Conacher, Roy, Ellison.

Davos: Genoni; Koistinen, Du Bois; Brejcak, Jung; Nater, Paschoud; Guerra, Schmutz; Sciaroni, Walser, Ambühl; Marc Wieser, Lindgren, Jörg; Setoguchi, Moss, Alexandre Picard II; Ryser, Corvi, Aeschlimann.

Bemerkungen: Team Canada ohne MacIntyre (verletzt), Focault, Clark (beide überzählig), Davos ohne Axelsson, Paulsson, Schneeberger, Simion, Forster (alle verletzt), Dino Wieser (rekonvaleszent), Heldner, Kindschi, Egli, Forrer, Tino Kessler (alle U20-WM), Sieber, Schläpfer, Portmann (alle überzählig/geschont). 18. Sciaroni mit Unterarmverletzung ausgeschieden. 56. Pfostenschuss von Aulie. 57. Timeout von Canada. 60. (59:16) Timeout von Davos, ab 59:27 ohne Goalie.

(SI)


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