Telekomanbieter Sunrise mit weniger Umsatz und mehr Gewinn

Sunrise-Finanzchef André Krause kann sich über mehr Gewinn im ersten Quartal freuen
Sunrise-Finanzchef André Krause kann sich über mehr Gewinn im ersten Quartal freuen © KEYSTONE/STEFFEN SCHMIDT
Sunrise hat im ersten Quartal zwar weniger umgesetzt, aber mehr verdient. Der Umsatz schrumpfte um 8,8 Prozent auf 446 Millionen Franken. Der Betriebsgewinn vor Abschreibungen und Amortisationen (EBITDA) kletterte indes um 4,5 Prozent auf 139 Millionen Franken.

Unter dem Strich erzielte Sunrise einen Reingewinn von 7 Millionen Franken, wie der zweitgrösste Telekomanbieter der Schweiz am Donnerstag bekannt gab. Im Vorjahresquartal hatten die Kosten für den Börsengang sowie die Schuldenrefinanzierung für einen Verlust von 167 Millionen Franken gesorgt.

Damit hat Sunrise die Erwartungen der Finanzgemeinde beim Umsatz verfehlt, beim Gewinn allerdings etwas übertroffen. Analysten hatten gemäss der Nachrichtenagentur AWP im Durchschnitt mit einem Umsatz von 453 Millionen Franken und einem EBITDA von 134 Millionen Franken gerechnet. Beim Reingewinn hatten sie 4,1 Millionen Franken vorhergesagt.

Weniger Handys verkauft

Als Grund für den Umsatzrückgang nennt Sunrise, dass es weniger Handys verkauft habe und auch das Handelsgeschäft mit Telefonminuten (Hubbing) rückläufig gewesen sei. Dieses Handelsgeschäft und der Geräteverkauf bringen zwar Umsatz, aber üblicherweise nur wenig Gewinn. Die beiden Effekte seien für mehr als die Hälfte des Umsatzrückgangs verantwortlich gewesen, schrieb Sunrise.

Zudem schlug die Senkung der Tarife für die Benutzung des Handys im Ausland (Roaming) zu Buche. Ausserdem gab es Einbussen bei den Prepaidhandykunden sowie in der Festnetztelefonie. Die Zunahme der Kunden bei den Handyabos, beim Internet und beim Fernsehen konnte den Gegenwind nicht wettmachen.

Dass es dennoch gelungen sei, den Gewinn zu steigern, sei auf Effizienzverbesserungen und weniger Geräteumsätze mit geringer Marge zurückzuführen, hiess es weiter. Sunrise konnte die bereinigten Betriebskosten um gut 11 Prozent senken.

(SDA)


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