Terrorermittlungen nach Messerangriff auf Brüsseler Polizisten

Der Schauplatz der Messerattacke auf die Polizisten im Brüsseler Stadtteil Schaerbeek.
Der Schauplatz der Messerattacke auf die Polizisten im Brüsseler Stadtteil Schaerbeek. © KEYSTONE/AP/OLIVIER MATTHYS
Nach einem Messerangriff am Mittwoch auf zwei Polizisten in Brüssel vermuten die Behörden terroristische Motive. «Die vorläufigen Ermittlungsergebnisse zeigen, dass es sich um einen möglichen Terrorangriff handeln könnte», teilte die Staatsanwaltschaft mit.

Ein mit einem Messer bewaffneter Mann hatte die Beamten am Mittwochmorgen attackiert. Eines der beiden Opfer wurde am Hals verletzt, das andere im Bauchbereich, wie die Nachrichtenagentur Belga berichtete. Beide sind nicht in Lebensgefahr.

Der Angriff ereignete sich während einer Polizeikontrolle auf einer Hauptstrasse der Hauptstadt-Gemeinde Schaerbeek.

Eine weitere Polizeipatrouille schoss den Angreifer ins Bein und überwältigte ihn. Er befindet sich ebenfalls nicht in Lebensgefahr. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft handelt es sich um einen 43 Jahre alten Belgier namens Hicham D.

Bei der Festnahme wurde ein weiterer Beamter leicht verletzt. Ein auf Terrorismus spezialisierter Untersuchungsrichter soll nun entscheiden, ob der Täter in Gewahrsam bleibt.

Die belgische Hauptstadt wurde am Mittwoch auch durch eine Bombendrohung am Nordbahnhof aufgeschreckt. Das Gebäude wurde vorübergehend gesperrt, ebenso der Sitz der Brüsseler Staatsanwaltschaft, der auch Ziel der Bombendrohung war. In beiden Fällen handelte es sich um falschen Alarm.

(SDA)


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