Wegen Dauerregen: Strasse in Vaduz vorsorglich gesperrt

Die Pegelstände aus dem Herbst 2014 sind noch nicht erreicht - allerdings wird es laut den Tessiner Behörden ab Donnerstagnachmittag zu ergiebigen Regenfällen kommen. (Archivbild)
Die Pegelstände aus dem Herbst 2014 sind noch nicht erreicht - allerdings wird es laut den Tessiner Behörden ab Donnerstagnachmittag zu ergiebigen Regenfällen kommen. (Archivbild) © KEYSTONE/TI-PRESS/DAVIDE AGOSTA
Starker Regen ergiesst sich derzeit über die Schweiz. Im Tessin fielen bis Donnerstagnachmittag 110 Millimeter Regen. Im Fürstentum Liechtenstein wird eine Strasse vorsorglich gesperrt.  

Gemäss Meteorologen hält der Starkregen bis Freitag an. In der Ostschweiz sind bislang keine Schäden bekannt. Wegen der Regenfälle hat die Landespolizei die Schlosstrasse zwischen Vaduz und Triesenberg in beide Richtungen vorsorglich von Donnerstagabend 20 Uhr bis auf weiteres gesperrt.

Tessin besonders betroffen

Angespannter ist Situation im Tessin. Die Kantonspolizei und die Aufsicht für Naturgefahren riefen dort die Bevölkerung dazu auf, sich nicht in der Nähe von Flussläufen aufzuhalten und steile Hänge zu meiden. Ab Donnerstagabend könne es im Südkanton zu Hochwasser, Hangrutschen und Steinschlägen kommen, hiess es. Die stärkste Niederschlagsphase wurde von 16 bis 24 Uhr erwartet – am meisten Regen sollte im Maggiatal, dem Verzascatal sowie in der Leventina und im Bleniotal fallen. In Faido fielen bis um 15 Uhr bereits 110 Millimeter Regen, im Val Bavona mehr als 90 Millimeter, wie SRFMeteo mitteilte. In Graubünden lag der Spitzenwert am Nachmittag bei 52 Millimetern in San Bernardino.

Bis am frühen Freitagmorgen sollte es vor allem auf der Alpensüdseite kräftig weiter regnen. Im Tessin seien nochmals 30 bis 90 Millimeter möglich. Aber auch in Teilen Graubündens standen intensive Niederschläge an.

Gewässer sind vorbereitet

Südlich der Alpen dürften sich die Schäden gemäss einer Einschätzung von SRFMeteo in Grenzen halten, da die Gewässer dort auf Hochwasser gut vorbereitet sind. Zudem war es im Süden in den vergangenen Tagen nicht so nass wie im Norden.

Mit grösseren Auswirkungen sei im Urserental, der Surselva, am Hinterrhein und im südlichen Kanton Glarus zu rechnen. Da es dort in den vergangenen Wochen schon viel geregnet hat, seien zahlreiche Hänge instabil geworden. Teilweise sei auch Hochwasser nicht ausgeschlossen, schreibt SRFMeteo weiter.

Hohe Warnstufe in Graubünden

Gemäss Naturgefahrenbulletin gilt in Teilen des Tessins, Graubündens und der Innerschweiz grosse Regengefahr (Stufe 4 von 5). Da Bäche und Flüsse rasch anschwellen können, sollte man auf Überschwemmungen oder Hangrutschen gefasst sein.

Auch im Kanton Aargau bestand nach den starken Niederschlägen der letzten Tage ein erhöhtes Überschwemmungsrisiko. Am Rhein gelte die Gefahrenstufe 3 und an der Aare sowie der Reuss die Gefahrenstufe 2, teilte das Aargauer Departement für Gesundheit und Soziales am Abend mit. Die Bevölkerung wurde gebeten, die Uferzonen der hochwassergefährdeten Flüsse und Bäche zu meiden.

Sehr seltenes Wetterphänomen

Laut MeteoSchweiz ist es relativ selten, dass es so viel regnet. Statistisch trete ein solches Wetterereignis nur alle 10 bis 20 Jahre auf.

(Red/SDA)


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