Texaid kann trotz grösserer Sammelmenge weniger Geld ausschütten

Ein Texaid-Mitarbeiter packt gesammelte Kleidersäcke in einen Bahnwagen. Texaid hat im vergangenen Jahr zwar mehr Textilien gesammelt, konnte wegen tieferer Preise aber weniger Geld an Hilfswerke ausschütten.
Ein Texaid-Mitarbeiter packt gesammelte Kleidersäcke in einen Bahnwagen. Texaid hat im vergangenen Jahr zwar mehr Textilien gesammelt, konnte wegen tieferer Preise aber weniger Geld an Hilfswerke ausschütten. © KEYSTONE/Christian Beutler
Texaid, der Schweizer Marktführer im Altkleidergeschäft, hat im letzten Jahr zwar mehr Textilien gesammelt. Das Unternehmen hatte aber mit Preiszerfall und Margendruck zu kämpfen. Entsprechend schüttete Texaid weniger Geld an Hilfswerke aus.

Zusammen mit ihrer Tochtergesellschaft Contex sammelte Texaid im vergangenen Jahr 130 Millionen gebrauchte Kleidungsstücke, Schuhe und Haushaltstextilien. Das entspricht 36’773 Tonnen – 1579 Tonnen mehr als 2014. Abgegeben wurden die Altkleider in Containern, mittels Strassensammlung oder über ein Sammelsystem in einigen Geschäften.

Trotz der höheren Sammelmenge: Für Texaid sei das vergangene Geschäftsjahr “anspruchsvoll” gewesen, heisst es in einer Mitteilung vom Mittwoch. Ein Grund seien die anhaltenden Krisen in wichtigen Absatzmärkten in Osteuropa, im Nahen Osten und in Afrika gewesen, teilte Texaid der Nachrichtenagentur sda mit.

Wegen der Krisen sei die Nachfrage nach Altkleidern zurückgegangen. Es sei zu einem Preiszerfall gekommen. Das Ende des Euro-Franken-Kurses drückte zudem auf die Margen. Dies weil Texaid die Alttextilien fast ausschliesslich zu Euro-Preisen verkauft.

Entsprechend fiel der Betrag, den Texaid gemeinnützige Organisationen ausschüttete, kleiner aus als im Vorjahr. Nach 6,5 Millionen Franken im Jahr 2014 waren es im vergangenen Jahr noch 6,2 Millionen Franken.

Davon gingen rund 1,7 Millionen an die sechs an Texaid beteiligten Hilfswerke: Das Schweizerische Rote Kreuz, Caritas Schweiz, Winterhilfe Schweiz, Solidar Suisse, Kolping Schweiz und HEKS. Knapp 4,5 Millionen wurden an regionale Organisationen ausgeschüttet, etwa an lokale Kolpingfamilien oder Samaritervereine.

(SDA)


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