Théaux siegt in Santa Caterina überlegen

Adrien Théaux distanzierte die Konkurrenz in der Abfahrt von Santa Caterina um eine Sekunde und mehr
Adrien Théaux distanzierte die Konkurrenz in der Abfahrt von Santa Caterina um eine Sekunde und mehr © KEYSTONE/AP/ALESSANDRO TROVATI
Der Franzose Adrien Théaux gewinnt die schwierige Weltcup-Abfahrt in Santa Caterina (It) mit über einer Sekunde Vorsprung vor Hannes Reichelt. Marc Gisin wird als bester Schweizer Elfter.

Théaux zeigte auf der welligen Strecke, die zudem fast vollständig im Schatten liegt, eine beeindruckende Vorstellung. Einzig im untersten Abschnitt büsste er im Vergleich zur ansonsten deklassierten Konkurrenz ein paar Zehntel ein. Der 31-jährige Franzose kam so zu seinem dritten (Abfahrts-)Sieg im Weltcup nach denjenigen in Lenzerheide (März 2011) und Kvitfjell (März 2013). Hinter Lauberhorn-Sieger Reichelt (1,04 Sekunden zurück) erreichte Théaux’ Landsmann David Poisson als Dritter seine erste Top-3-Platzierung im Weltcup.

Für die Bilder des Tages aus Santa Caterina sorgte jedoch Christof Innerhofer, der aufgrund seiner Leistungen in den zwei Trainings zu den ersten Favoriten auf den Sieg gehörte. Dem mit Nummer 3 gestarteten Südtiroler unterlief allerdings ein Missgeschick, als er nach rund 45 Sekunden Fahrzeit eine Torstange zu nahe passierte und diese aus der Verankerung riss. Während mehreren 100 Metern schleppte Innerhofer diese Stange hinter seinem Körper mit, auch musste er mehrmals an die verrutschte Skibrille greifen.

Wohl an die eineinhalb Sekunden habe Innerhofer durch diesen Zwischenfall verloren, schätzte Didier Cuche danach im TV-Interview mit dem ORF. Am Ende fehlten dem Super-G-Weltmeister von 2011 auf Sieger Théaux jedoch “nur” 1,22 Sekunden. Dies reichte Innerhofer (“Ich hatte grosses Glück.”) dennoch zum 4. Platz – seiner besten Klassierung in diesem Winter.

Als bester Fahrer des stark dezimierten Schweizer Teams klassierte sich Marc Gisin im 11. Rang. Der 27-jährige Obwaldner, der auf Théaux 1,76 Sekunden verlor, egalisierte damit sein bestes Weltcup-Ergebnis. Unmittelbar hinter dem jüngeren Bruder der zurückgetretenen Abfahrts-Olympiasiegerin Dominique Gisin reihte sich Carlo Janka ein. Der im Ziel völlig ausgepumpte Bündner, der von der “schwierigsten Abfahrt des Winters” sprach, büsste 1,91 Sekunden auf den Sieger ein. Damit verlor er beispielsweise nur drei Zehntel auf Aksel Lund Svindal (7. Platz), den Dominator der bisherigen Speedrennen in dieser Saison. Neben Gisin und Janka punktete aus Schweizer Sicht einzig noch Urs Kryenbühl (25.).

Santa Caterina (It). Weltcup-Abfahrt der Männer: 1. Adrien Théaux (Fr) 1:47,29. 2. Hannes Reichelt (Ö) 1,04 zurück. 3. David Poisson (Fr) 1,15. 4. Christof Innerhofer (It) 1,22. 5. Romed Baumann (Ö) 1,38. 6. Vincent Kriechmayr (Ö) 1,46. 7. Aksel Lund Svindal (No) 1,61. 8. Benjamin Thomsen (Ka) 1,63. 9. Guillermo Fayed (Fr) 1,66. 10. Andreas Sander (De) 1,70. 11. Marc Gisin (Sz) 1,76. 12. Carlo Janka (Sz), Werner Heel (It) 1,91. 14. Max Franz (Ö) 1,99. 15. Maxence Muzaton (Fr) 2,00.

Ferner: 25. Urs Kryenbühl (Sz) 2,76. 27. Kjetil Jansrud (No) 2,87. 31. Niels Hintermann (Sz), Nils Mani (Sz) 3,14. 41. Fernando Schmed (Sz) 4,45. 45. Ralph Weber (Sz) 6,48. – Ausgeschieden u.a.: Aleksander Kilde (No), Andrew Weibrecht (USA), Peter Fill (It), Manuel Osborne-Paradis (Ka).

(SI)


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