Thuns Roman Buess mit Hattrick beim Debüt von Jeff Saibene

Schoss den FCZ mit einem Hattrick ab: Roman Buess (Archivbild)
Schoss den FCZ mit einem Hattrick ab: Roman Buess (Archivbild) © /KEYSTONE/Peter Schneider
Der FC Thun gewinnt das erste Spiel unter seinem neuen Trainer Jeff Saibene auf spektakuläre Weise. Dank einem Hattrick von Roman Buess schlagen die Berner Oberländer den FC Zürich 5:1.Beim Debüt des Luxemburgers glänzte Thun durch gnadenlose Effizienz.

Dreimal kam der FCT vor der Pause vors Tor, dreimal lag der Ball am Ende der Aktion im Tor. Und jedes Mal hiess der Torschütze Roman Buess. Der 23-jährige Basler Stürmer erzielte innert 20 Minuten eine reinen Hattrick, wobei ihm die FCZ-Verteidigung die Arbeit nicht allzu sehr erschwerte. In der 25. traf Buess zwischen den Innenverteidigern per Kopf, in der 31. stand er im Anschluss an einen Freistoss ungedeckt vor Keeper Brecher, in der 45. lief er Philippe Koch nach einer weiten Flanke im Rücken davon.

Die tragische Figur auf Seiten des erschreckend schwachen FCZ, der durch Armando Sadiku noch 1:0 in Führung gegangen war, hiess Amine Chermiti. Der Tunesier, der erstmals seit über einem Monat wieder von Beginn weg spielen durfte, flog in der 37. Minute beim Stand von 1:2 wegen einer Tätlichkeit gegen Dennis Hediger vom Platz. Unmittelbar vor dem zweiten Gegentreffer hatte Chermiti eine gute Chance ausgelassen, den FCZ 2:1 in Führung zu bringen. Mit der Unbeherrschtheit erwies er seinem Team ebenso einen Bärendienst wie Burim Kukeli. Der eingewechselte Mittelfeldspieler verlor bei seiner allerersten Aktion am Rande des eigenen Strafraums den Ball und beging ein Foul an Simone Rapp. Den fälligen Penalty verwertete Enrico Schirinzi zum 4:1 für Thun. Kurz vor Schluss traf auch noch Ridge Munsy.

Zürich hat unter seinem neuen Trainer Sami Hyypiä in der Meisterschaft keines seiner fünf Spiele gewonnen. Das einzige Erfolgserlebnis unter dem einstigen Weltklasse-Verteidiger war das Weiterkommen im Cup in Wohlen. Die Art, wie sich sein Team in Unterzahl vorführen lassen musste, wird zu Diskussionen führen – nicht nur beim finnischen Coach. Eine Niederlage gleichen Ausmasses hatte der FCZ letztmals am 12. April beim 1:5 in Basel erlitten.

Telegramm:

Thun – Zürich 5:1 (3:1). – 5621 Zuschauer. – SR Amhof. – Tore: 17. Sadiku (Bua) 0:1. 25. Buess (Joss) 1:1. 31. Buess (Sulmoni) 2:1. 45. Buess (Schirinzi) 3:1. 69. Schirinzi (Foulpenalty/Kukeli an Rapp) 4:1. 89. Munsy (Hediger) 5:1.

Thun: Ruberto; Joss, Reinmann, Sulmoni, Wittwer; Zarate, Hediger, Wieser, Schirinzi (82. Peyretti); Buess (66. Munsy), Rapp (75. Frontino).

Zürich: Brecher; Brunner (82. Di Gregorio), Nef, Djimsiti, Koch; Bua, Cabral (68. Kukeli), Yapi, Buff (46. Etoundi); Chermiti, Sadiku.

Bemerkungen: Thun ohne Bigler, Ferreira, Glarner, Schindelholz und Siegfried, Zürich ohne Chiumiento, Kecojevic, Kleiber, Sarr und Schönbächler (alle verletzt). 37. Rote Karte gegen Chermiti (Tätlichkeit). 47. Pfostenschuss von Reinmann. 84. Pfostenschuss von Wieser. Verwarnungen: 20. Wittwer (Foul). 50. Cabral (Reklamieren). 58. Wieser (Foul). 80. Brunner (Foul). 88. Di Gregorio (Foul).

(SI)


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