Thuns Siegtreffer in der 94. Minute

Trainer Jeff Saibene freut sich mit den Thunern über einen Last-Minute-Sieg in St. Gallen
Trainer Jeff Saibene freut sich mit den Thunern über einen Last-Minute-Sieg in St. Gallen © KEYSTONE/GIAN EHRENZELLER
Die Rückkehr von Thun-Trainer Jeff Saibene an seine ehemalige Wirkungsstätte ist von Erfolg gekrönt. In einem Abnützungskampf gewinnen die Berner in St. Gallen dank eines Last-Minute-Tores mit 2:1.Jedem Team gehörte eine Halbzeit, St. Gallen die erste, dem eingespielten Thun die zweite.

Danijel Aleksic brachte das in der ersten Halbzeit dominante St. Gallen mit einem Kopftor in der ersten Halbzeit in Führung, Roman Buess glich für Thun nach einem Zuspiel seines ehemaligen Wohlener Stürmerpartners Simone Rapp zu Beginn der zweiten Halbzeit aus. Und Sekunden vor dem Abpfiff glückte Thun dank eines Freistosses von Sandro Wieser, der durch Freund und Feind hindurch und leicht abgefälscht von St. Gallens Hanin den Weg ins Tor fand, sogar noch der glückhafte Siegestreffer.

Die aufsässigen und disziplinierten Berner Oberländer kamen im dritten Anlauf gegen die Ostschweizer in dieser Saison nicht nur zu den ersten Toren, sondern auch zum vierten Auswärtssieg in dieser Saison, der besonders für Saibene einer Genugtuung gleichkommt.

Das Führungstor der entschlossen angreifenden Ostschweizer in der 36. Minute war hochverdient. Nach einem Corner von Marco Aratore schraubte sich Danijel Aleksic am höchsten und nickte den Ball per Kopf zur verdienten 1:0-Führung ein. Zuvor waren der technisch überragende Bayern-Leihspieler Gianluca Gaudino bei dessen Einstand und Albert Bunjaku alleine vor Thuns Torhüter Guillaume Faivre gescheitert. Durch das aufsässige Pressing und den St. Galler Druck kam Thun kaum dazu, sich zu entfalten und sein Spiel zu entwickeln. Dennoch hatte Roman Buess (3.) und Simone Rapp (39.) Chancen, die ebenfalls zu Toren hätten führen können.

Nach der Pause baute St. Gallen ab und Thun legte zu. St. Gallen gab nach Buess’ Ausgleich das Spiel aus der Hand, wurde hierfür hart bestraft und haderte vor allem mit Ref Bieri, der in der Nachspielzeit einen ungerechtfertigten Freistoss gab, der die Entscheidung brachte.

St. Gallen – Thun 1:2 (1:0)

10’980 Zuschauer. – SR Bieri. – Tore: 36. Aleksic (Aratore) 1:0. 52. Buess (Rapp) 1:1. 92. Eigentor Hanin (Freistoss Wieser) 1:2.

St. Gallen: Lopar; Gelmi (64. Kucani), Gelmi, Angha, Hanin; Mutsch, Gaudino; Tréand (60. Lang), Aleksic, Aratore; Bunjaku (75. Tafer).

Thun: Faivre; Joss, Schindelholz, Bürki, Glarner; Zarate, Hediger, Lauper (55. Wieser), Schirinzi (46. Rojas); Buess (69. Munsy), Rapp.

Bemerkungen: St. Gallen ohne Salli (gesperrt), Dziwniel, Thrier, Russo, Lässer und Wiss (verletzt), Mathys (nicht im Aufgebot) sowie Cueto (nicht spielberechtigt). Thun ohne Ferreira (verletzt) und Siegfried, Peyretti, Wittwer und Sutter (nicht im Aufgebot). Verwarnungen: 69. Hanin (Foul). 92. Rapp und Aleksic (beide Unsportlichkeit).

(SDA)


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