Thurgau organisiert die Frühförderung neu

Ein neues Konzept für die Frühförderung.
Ein neues Konzept für die Frühförderung. © Keystone/Marcel Bieri
Im Kanton Thurgau zeigt ein Konzept auf, wie die Frühförderung verbessert werden kann. Bis 2019 sollen 29 Massnahmen umgesetzt und das Angebot ausgebaut werden. Dafür will die Regierung rund eine Million Franken investieren.

Die Frühförderung betrifft Kinder ab der Geburt bis zum Eintritt ins Bildungssystem mit vier Jahren. Bereits in der frühen Kindheit würden entscheidende Weichen gestellt, teilte das Departement für Erziehung und Kultur am Mittwoch mit. Die Frühförderung sei daher eine wichtige Voraussetzung für Chancengleichheit.

Eine Projektgruppe hat im Auftrag der Thurgauer Regierung ein Konzept erarbeitet, wie Eltern in Betreuungs-, Erziehungs- und Bildungsaufgaben unterstützt werden können. Darin wird allerdings auch festgehalten, dass die Förderung der Kinder in erster Linie eine Aufgabe der Eltern ist und bliebt.

Künftig sollen im Kanton Thurgau Angebote und Strukturen der Frühförderung zur Verfügung stehen, die die gesunde und ganzheitliche Entwicklung von Kindern von der Geburt bis zum Eintritt in den Kindergarten bedarfsgerecht unterstützen, lautet eine der Zielvorgaben im Konzept.

Für die Umsetzung sind 29 konkrete Massnahmen aufgeführt. So sollen fremdsprachige Eltern frühzeitig über die Wichtigkeit des deutschen Spracherwerbs informiert werden. Der Kanton werde im Rahmen des Budgets kommunale Pilotprojekte befristet mitfinanzieren oder es würden Themenveranstaltungen für Fachleute organisiert, heisst es in der Mitteilung.

Für die Umsetzung sind in den Jahren 2015 bis 2019 etwas mehr als eine Million Franken aus dem bisherigen Budget der Fachstelle für Kinder-, Jugend- und Familienfragen des kantonalen Integrationsprogramms vorgesehen. Allerdings muss das Budget vom Grossen Rat zuerst noch genehmigt werden.


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