Thurgauer Apfelernte in Gefahr

Gerade in diesem Stadium verträgt der Apfelbaum keinen Fost.
Gerade in diesem Stadium verträgt der Apfelbaum keinen Fost. © KEYSTONE/Gian Ehrenzeller
Die Frostnacht hat den Thurgauer Reben und  Obstbäumen stark zugesetzt. Ein Hüttwiler Winzer und Obstbauer musste heute feststellen, dass der Schaden enorm ist. Nicht genug, auch diese Nacht steht Frost an.

“Dreiviertel der Reben haben Frostschäden”, sagt Urs Haag, Winzer und Obstbauer in Hüttwil. Der Frost war hier besonders stark – minus 3 Grad und zwar über mehrere Stunden –  Kerzen hätten in seinem Rebberg nichts ausrichten können.

Heute begleitete ihn TVO beim Begutachten seiner Pflanzungen. “Es ist erschrecken, dreiviertel der Reben haben Frostschäden.” Um Haags Obstbäume steht es noch schlimmer: Hier schätzt der Bauer, dass 90 Prozent der Blüten zerstört sind.

Urs Müller, Leiter Fachstelle Obstbau vom Landwirtschaftlichen Zentrum Arenenberg, teilt Haags Besorgnis um die kommende Ernte: “Der Frost richtet zurzeit besonders hohen Schaden an.” Dies weil die Pflanzen bereits stark entwickelt sind. Die milden Temperaturen im Februar haben die dies gefördert. “Je weiter die Vegetation entwickelt ist, desto grösser ist der Schaden”, sagt Müller.

Und auch für diese Nacht warnt Meteoschweiz im Thurgau, St.Galler Rheintal und der Bündner Herrschaft vor Frost. Allerdings dürften in dieser Nacht die Temperaturen nicht mehr ganz so tief sinken.

(red)


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