Thurgauer Firma vermietet Babykleider

Von Fabienne Engbers
Marc Rauch (links) und Thomas Vogel sind überzeugt, dass es eine Babykleider-Vermietung braucht.
Marc Rauch (links) und Thomas Vogel sind überzeugt, dass es eine Babykleider-Vermietung braucht. © FM1Today/Fabienne Engbers
Das Thurgauer StartUp Babywave vermietet Bio-Babykleidung. Das neue Geschäftsmodell soll die Kleiderschränke und das Portemonnaie der Eltern entlasten. Als Büro und Lager dient der Estrich einer der Gründer in Märstetten. 

«Wir sind selber Eltern. Bevor wir uns mit Babykleidung befasst haben, wussten wir gar nicht, wie viele Giftstoffe teilweise in Babykleidung steckt», sagt Marc Rauch, Gründer von Babywave. Die beiden Väter Marc Rauch und Thomas Vogel befassen sich seit einem Jahr mit Babykleidung. Sie vermieten online Bio-Babykleidung und -schuhe.

«Der Skianzug passt dem zweiten Kind vielleicht im Sommer»

Babykleidung kauft man normalerweise nicht nur für ein einziges Baby, sondern gibt sie weiter, wenn sie dem eigenen Kind zu klein wird. Somit lohnt sich das Kaufen von Babykleidung für viele Leute. Warum soll man trotzdem Kleidung mieten statt kaufen? «Mieten soll man vor allem teurere Sachen, die man nicht oft braucht, zum Beispiel einen Skianzug oder Festbekleidung», sagt Marc Rauch. Trotzdem vermietet die Firma auch Schuhe, Bodies, Hosen oder Regenkleidung. Arbeiten können die beiden von zu Hause aus, da die Babykleidchen im Estrich der Gründer lagern.

Spart Platz und Nerven

Da man die Kleider miete und wieder zurück gebe, brauche man weniger Platz für neue und alte Kleider, sagen die beiden. «Ausserdem kann man Kleider, die man nur einmal braucht oder spontan haben möchte, bequem im Internet bestellen und muss deshalb nicht am Samstagmorgen mit quengelnden Kindern an der Hand an eine Kleiderbörse», sagt Marc Rauch.

Günstige Alternative

Ein Body oder ein Leibchen kosten knapp vier Franken für einen Monat. Ein edler Kinder-Smoking gibt’s für knapp 30 Franken monatlich. Tageweise kann man die Kleider allerdings nicht mieten.

«Kinderkleidung kann auch mal kaputt gehen»

Wenn man ein Shirt oder einen Body mietet, geht dieser auch mal kaputt. Das ist den beiden Vätern bewusst. «Weil wir selbst Kinder haben wissen wir, dass es auch mal ein Loch in so ein Kleidungsstück gibt. Man kann die Sachen selbst flicken und dann zurückschicken», sagt Marc Rauch. Auch wenn etwas komplett kaputt geht, sind die Firmeninhaber kulant. «Das kann immer mal passieren», meint Marc Rauch.

Präsentation an der Wega

An der Weinfelder Gewerbeausstellung präsentiert Babywave ihr Produkt am StartUp Forum. «Das Forum wird dieses Jahr zum ersten Mal an der Wega durchgeführt», sagt Christof Bötschi vom Institut für Jungunternehmer. Zusammen mit dem Startnetzwerk Thurgau hat das Institut für Jungunternehmer eine Plattform geschaffen, die StartUps zusammenführt und ihnen die Chance gibt, sich auszutauschen.


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