Thurgauer lassen es im Schneetreiben krachen

Von Marco Latzer
Endlich ist der Winter da. Damit häufen sich aber auch die Unfälle im Strassenverkehr. Ein Kameramann beobachtete den Verkehr an einem Kreisel in Frauenfeld – und dokumentierte dabei gleich mehrere Unfälle wegen nicht angepasster Geschwindigkeit.

Wie kommen die Autofahrer mit dem Wintereinbruch auf Ostschweizer Strassen zurecht? Dieser Frage ging der freischaffende Kameramann Beat Kälin an seinem Wohnort Frauenfeld nach – und sass mit seiner Kamera in der ersten Reihe, als die Unfälle sich häuften. Lenker um Lenker donnerte mit überhöhter Geschwindigkeit in den sogenannten “Talbach”-Kreisel. Und einer nach dem anderen machte sich aus dem Staub, ohne den Schaden unmittelbar der Kantonspolizei Thurgau zu melden. Kälin dokumentiert gleich mehrere Blechschäden.

Am Tag danach gibt Mediensprecher Daniel Meili Entwarnung: “Wir suchen derzeit nur noch einen Lenker, der sich noch nicht bei uns gemeldet hat.” Der Rest dürfte spätestens zu Hause reuig zum Telefonhörer gegriffen haben. Den Crash-Fahrern droht im schlimmsten Fall gar ein Ausweisentzug. Ob ein solcher ausgesprochen wird, hat letztlich das Strassenverkehrsamt zu entscheiden.

52 Unfälle im Kanton St.Gallen

Insgesamt ereigneten sich aufgrund der winterlichen Verhältnisse alleine im Kanton Thurgau zwei Dutzend Unfälle. Zwei Unfallfahrer hatten bei ihren Crash-Fahrten Alkohol intus: Ein 45-jähriger Kosovare war am Samstagabend in Amriswil mit rund 1,2 Promille unterwegs. Und am Sonntagmorgen ergaben ebenfalls in Amriswil die Tests bei einem 25-jährigen Schweizer Werte von rund 1,7 Promille. Bei beiden Autofahrern wurde eine Blutprobe angeordnet und der Führer- respektive Lernfahrausweis eingezogen.

Im Kanton St. Gallen kam es am Wochenende zu 52 Strassenverkehrsunfällen. Dabei wurde eine Person verletzt. Die Sachschäden dürften sich auf weit über 100’000 Franken belaufen.

 


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